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	<title>Bandscheibenendoprothesen-Blog &#187; Dämon</title>
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	<description>Das Online-Tagebuch eines Bandscheibenpatienten</description>
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		<title>Die R&#252;ckkehr</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Nov 2007 10:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Müller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Routine beherrscht den Tagesablauf. Einiges war liegen geblieben in den letzten Wochen. Einiges muss organisiert werden. Der gestrige Tag war so ein Tag. Abgeschlossene Projekte und Auftr&#228;ge mussten abgerechnet werden, die Buchhaltung bedarf einiger pr&#252;fenden Blicke, Anfragen von Kunden wurden abgearbeitet, Angebote mussten erstellt werden, Terminreservierungsw&#252;nsche vermerken. Gerade als ich f&#252;r einen Neukunden den Ist-Zustand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=02a4937a430009653984907e91f62a53&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Routine beherrscht den Tagesablauf. Einiges war liegen geblieben in den letzten Wochen. Einiges muss organisiert werden. Der gestrige Tag war so ein Tag. Abgeschlossene Projekte und Auftr&#228;ge mussten abgerechnet werden, die Buchhaltung bedarf einiger pr&#252;fenden Blicke, Anfragen von Kunden wurden abgearbeitet, Angebote mussten erstellt werden, Terminreservierungsw&#252;nsche vermerken. Gerade als ich f&#252;r einen Neukunden den Ist-Zustand seiner Internetseite analysiere schleicht er sich an.</p>
<p>Ganz vorsichtig und auf leisen Sohlen kommt er immer n&#228;her und hat sich auch schon eingenistet. Ich brauche ihn nicht, &#8211; will ihn wirklich nicht haben. So viele Jahre war er ein ungewollter, &#8211; aber st&#228;ndiger Begleiter. Er h&#228;tte von mir aus weg bleiben k&#246;nnen. So war ja schlie&#223;lich der Plan. Auf meine W&#252;nsche scheint er aber nicht im geringsten R&#252;cksicht zu nehmen.</p>
<blockquote><p>Der Schmerz ist zur&#252;ck</p></blockquote>
<p>Ich versp&#252;re ein zuerst ganz leichtes Stechen in meiner Lendenwirbels&#228;ule. Die beiden R&#252;ckenwirbel, L5 und L4, die gerade mit der Bandscheibenprothese aus Titan verwachsen m&#252;ssen, damit alles stabil und wie eine Einheit wird, sie schmerzen! Ich schiebe den Gedanken beiseite und ignoriere den Zustand. Abgelenkt durch die T&#228;tigkeiten nehme ich ihn dann auch nicht mehr wahr. Die Zeit vergeht und die Zubereitung des Abendessens steht an. Gegen 21:00 Uhr meldet er sich dann aber mit Nachdruck und in bestimmender Intensit&#228;t vollends zur&#252;ck. Nicht nur der R&#252;cken ist nun betroffen, auch der obere Teil des Unterschenkels bis hinauf zum Oberschenkel melden sich stark schmerzend zur&#252;ck.</p>
<p>Wie waren die letzten paar Tage doch erholsam. Welch neue Lebensqualit&#228;t hatte ich erhalten. Nach dem Zubett gehen schlafe ich dann aber trotz der Schmerzen ein. &#8211; Bis 4:07 Uhr gelingt es mir zu schlafen. Dann ist es vorbei. Es ist aus und vorbei!</p>
<p>Nach dem Aufstehen gehe ich wieder einmal durch die stockdunkle Wohnung. Nach wenigen Minuten verschwinden die Schmerzen in den Beinen. Haupts&#228;chlich ist eh nur das linke Bein betroffen. Gegen 4:30 Uhr lege ich mich ganz leise wieder ins Bett. Ich d&#246;se so vor mich hin. Schlafen kann man das nun wirklich nicht nennen. Immer wieder werde ich wach. Als Jasmin gegen 5:30 Uhr aufsteht, h&#228;lt auch mich nichts mehr im Bett.</p>
<blockquote><p>Den Tag beginnen mit dem ungewollten Begleiter</p></blockquote>
<p>So beginnt der heutige Tag mit h&#246;chst unangenehmen Schmerzen. Nach wiederholter Bewegung sind die Schmerzen im linken Bein dann einigerma&#223;en ertr&#228;glich. Der R&#252;cken schmerzt noch immer. Jetzt konzentriere ich mich wieder auf die anstehenden Routinearbeiten. Vielleicht sorgt diese Ablenkung f&#252;r ein gemindertes Schmerzempfinden. Zuerst auch mit Erfolg, &#8211; sp&#228;ter dann leider nicht mehr.</p>
<p>Da ist er also wieder, &#8211; mein so verhasster Begleiter. Noch immer kein langfristiger Erfolg. Noch immer beherrscht mich dieser D&#228;mon. Wenn ich ihn doch nur irgendwie erfolgreich absch&#252;tteln k&#246;nnte. Was w&#228;re das sch&#246;n.</p>
<p>Ich will die Schmerzen nicht mehr haben. Geh endlich weg von mir. Vielleicht helfen ja diese Zeilen wieder f&#252;r ein paar Minuten ihn nicht so intensiv zu registrieren. &#8211; Den Schmerz!</p>
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		<title>Ein guter Tag</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 20:32:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Müller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man kann nat&#252;rlich &#252;ber alles und jeden wettern. Man kann nat&#252;rlich in jeder Situation nur und ausschlie&#223;lich das schlechte suchen, &#8211; und dadurch auch finden. Doch man muss auch ganz klar das positive aufz&#228;hlen und dar&#252;ber berichten, denn sonst ist das hier kein objektiver sondern ein subjektiver Blog. Heute geht es mir sehr gut. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=02a4937a430009653984907e91f62a53&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Man kann nat&#252;rlich &#252;ber alles und jeden wettern. Man kann nat&#252;rlich in jeder Situation nur und ausschlie&#223;lich das schlechte suchen, &#8211; und dadurch auch finden. Doch man muss auch ganz klar das positive aufz&#228;hlen und dar&#252;ber berichten, denn sonst ist das hier kein objektiver sondern ein subjektiver Blog.</p>
<p>Heute geht es mir sehr gut. Ich habe die ersten Nacht komplett durch geschlafen und bin ohne Schmerzen in den Beinen richtig ausgeruht erwacht. Auch die R&#252;ckenschmerzen, die mich in den vergangenen vier Tagen sehr stark eingeschr&#228;nkt hatten, sind komplett verschwunden.</p>
<p>Heute steht der obligatorische Hausarztbesuch an. Er macht eine visuelle Wundkontrolle und schickt eine Blutprobe ins Labor. Die Blutprobe ist notwendig wegen der Thromboseprophylaxe mit Clexane. Nach einem kurzen Fu&#223;marsch bin ich in seiner Praxis. Ich muss nicht lange im Wartezimmer Platz nehmen, und schon geht es zur Blutabnahme. Die visuelle Nachkontrolle geht ebenfalls rasch &#252;ber die B&#252;hne, &#8211; und schon bin ich wieder auf dem Weg nach Hause.</p>
<p>Heute hat meine Mutter Geburtstag. Sicherlich ist sie nicht wirklich in der Stimmung f&#252;r eine Feier. Meinem Vater geht es noch immer nicht sehr gut. Auch wenn sein Zustand etwas stabiler geworden ist, kann man von einer Besserung sicherlich noch nicht sprechen.</p>
<p>Um 14:30 Uhr sitzen Jasmin und ich bei meiner Mutter in der K&#252;che. Es gibt einen Mini-Geburtstagskuchen und f&#252;r jeden eine Tasse Kaffee. Danach machen die beiden sich auf den Weg ins Krankenhaus. Ich bleibe indes zu Hause und backe ein Mehrkornzwiebelbrot mit Sauerteig f&#252;r heute Abend.</p>
<p>Jasmins Eltern kommen aus Amelgatzen, meine Schwester mit Mann ebenfalls, Jasmin und ich gehen ebenfalls herunter zu meiner Mutter, damit wir alle heute Abend zusammen sitzen und ihrem Ehrentag gedenken. Uns ist allen nicht nach gl&#252;cklichem Feiern zumute, nat&#252;rlich denken wir jetzt alle an den Vater der im Krankenhaus liegt.</p>
<p>Die &#196;rzte holen ihn ganz langsam aus der Narkose zur&#252;ck. Sie hoffen dann auch auf die Beatmung verzichten zu k&#246;nnen. Als Jasmin und meine Mutter gegen 17:20 Uhr aus dem Krankenhaus zur&#252;ck sind, berichten sie zu aller erst &#252;ber den Zustand meines Vaters.</p>
<p>Er ist mehr im Schlaf als das er wach ist. Gegen Abend soll das Beatmungsger&#228;t nicht mehr notwendig sein. &#8211; Lassen wir uns &#252;berraschen.</p>
<blockquote><p>Ich w&#252;nsche es ihm von ganzen Herzen. &#8211; Ich hoffe das er noch die Kraft besitzt diesen Kampf erfolgreich abzuschlie&#223;en!</p></blockquote>
<p>Nachdem die Abendbrottafel beendet ist, die G&#228;ste gegangen sind, ruft meine Mutter auf der Intensivstation an.</p>
<p>Und tats&#228;chlich, &#8211; mein Vater ist nicht mehr intubiert und atmet selbstst&#228;ndig. Ein Fortschritt!</p>
<blockquote><p>Heute ist ein guter Tag.</p></blockquote>
<p>Somit kann verzeichnet werden, dass der heutige Tag definitiv ein guter Tag war. Ein guter Tag f&#252;r die Familie M&#252;ller. Herr Willi M&#252;ller hat auf der Intensivstation des Hamelner Kreiskrankenhaus Fortschritte gemacht. Den Weg den er noch vor sich hat ist lang. Wenn er auch nur einen kleinen Schritt am heutigen Tag zur&#252;ckgelegt hat, so ist dieser Schritt in die richtige Richtung gegangen.</p>
<p>Meine Mutter hat sicherlich ebenfalls ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art erhalten.</p>
<p>Und f&#252;r mich selbst war es ebenfalls ein guter Tag. Die erste Nacht in der ich durch geschlafen habe, aus der ich v&#246;llig schmerzfrei erwacht bin, und auch der gesamte Tag ging ganz ohne Schmerzen &#252;ber die B&#252;hne.</p>
<p>Es geht <a href="http://www.lws-blog.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5sd3MtYmxvZy5kZS8yMDA3LzEwLzEwL2F1Zi11bmQtYWIv" title=\"Auf und ab\">auf und ab</a> habe ich geschrieben, &#8211; heute war so ein ganz hohes &#8220;Auf&#8221;!</p>
<p>Ich hoffe von dieser Art von Tagen werden noch viele kommen. Nicht nur f&#252;r mich, &#8211; nein f&#252;r uns alle.</p>
<p>Happy birthday Mama, alles gute zum 82. Geburtstag.</p>
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		<title>Umfrage gestartet</title>
		<link>http://www.lws-blog.de/2007/10/09/umfrage-gestartet/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2007 10:33:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Müller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um mich von den starken Schmerzen wenigstens ein wenig abzulenken, besch&#228;ftige ich mich bereits seit mehreren Tagen mit der sinnvollen Erweiterung dieses Blogs. Zu aller erst wollte ich ein Newsletter-Management hinzuf&#252;gen. Dabei bin ich auf mehrere Erweiterungen gesto&#223;en, die sehr sinnvolle Funktionen zur Verf&#252;gung stellen, doch ein echtes Newsletterverwaltungssystem habe ich nicht gefunden. Bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=02a4937a430009653984907e91f62a53&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Um mich von den starken Schmerzen wenigstens ein wenig abzulenken, besch&#228;ftige ich mich bereits seit mehreren Tagen mit der sinnvollen Erweiterung dieses Blogs. Zu aller erst wollte ich ein Newsletter-Management hinzuf&#252;gen. Dabei bin ich auf mehrere Erweiterungen gesto&#223;en, die sehr sinnvolle Funktionen zur Verf&#252;gung stellen, doch ein echtes Newsletterverwaltungssystem habe ich nicht gefunden.</p>
<p>Bei der Suche bin ich allerdings auf ein Umfragesystem gesto&#223;en. Dieses habe ich jetzt einmal installiert, und einige Ver&#228;nderungen durchgef&#252;hrt.</p>
<p>Nun also viel Spa&#223; beim &#8220;voten&#8221;, &#8211; ich habe es in &#8220;abstimmen&#8221; &#252;bersetzt.</p>
<p>Weiterhin kann man jetzt per Email benachrichtigt werden, wenn neue Beitr&#228;ge in einer oder allen Kategorien geschrieben werden. &#8220;Beitr&#228;ge abonnieren&#8221; nenne ich die Funktion. Wer einen Kommentar hinterl&#228;sst kann ebenfalls eine Benachrichtigung via Email aktivieren, damit er bei weiteren Kommentaren zu dem Beitrag unterrichtet wird.</p>
<p>Bei dem Newslettersystem bin ich auf eine kommerzielle Erweiterung gesto&#223;en, die sehr vielversprechend aussieht. Da bleibe ich am Ball.</p>
<p>Au&#223;erdem gibt es ein bereits bekanntes, eigenst&#228;ndiges System, welches mit der Blogsoftware verbunden werden kann. Die Test laufen also in den n&#228;chsten Tagen weiter.</p>
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		<title>Ein schwerer Tag</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Oct 2007 20:24:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Müller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; &#160; &#160; Heute ist wieder so ein Tag, &#8211; ein schwerer Tag. Doch heute entwickelte sich der Tag noch viel schwerer als vermutet. Die Schmerzen im R&#252;cken sind sehr stark. Bereits um 5:25 Uhr ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Daher stehe ich auf. Die Tageszeitung liegt bereits auf dem K&#252;chentisch? Was ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=02a4937a430009653984907e91f62a53&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><table align="right" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td style="height: 15px; width: 10px">&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td><img src="http://www.lws-blog.de/images/ws-roentg-links.jpg" alt="R&#246;ntgenbild eines Hohlkreuz" title="R&#246;ntgenbild eines Hohlkreuz" border="0" height="300" hspace="0" vspace="0" width="199" /></td>
</tr>
</table>
<p>Heute ist wieder so ein Tag, &#8211; ein schwerer Tag. Doch heute entwickelte sich der Tag noch viel schwerer als vermutet. Die Schmerzen im R&#252;cken sind sehr stark. Bereits um 5:25 Uhr ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Daher stehe ich auf. Die <a href="http://www.lws-blog.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kZXdlemV0LmRlLw==" target=\"_blank\" title=\"Deister- &amp; Weserzeitung\">Tageszeitung</a> liegt bereits auf dem K&#252;chentisch?</p>
<p>Was ist denn hier los? Da muss meine Lebensgef&#228;hrtin Jasmin in der Nacht wach und auf gewesen sein, und die Zeitung bereits aus der Zeitungsbox geholt haben. Okay, dann habe ich mir den Gang zur Haust&#252;r die Treppe herunter gespart. Als der Kaffee fertig ist, kann ich in aller Ruhe die aktuellen Schlagzeilen und Berichte lesen.</p>
<p>Nach dieser Morgenlekt&#252;re checke ich die Emails sowie Besucherstatistiken sowie den Serverstatus. Nun geht langsam gar nichts mehr. Auf der Wohnzimmercouch in eine Decke geh&#252;llt lasse ich die so schreckliche Zeit vor&#252;ber ziehen.</p>
<p>Jasmin war inzwischen ebenfalls aufgestanden, und f&#228;hrt mit dem Fahrrad nach Hameln ins Krankenhaus. Sie will bei meinem Vater nach dem &#8220;Rechten&#8221; sehen. Hatte ich nicht am <a href="http://www.lws-blog.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5sd3MtYmxvZy5kZS8yMDA3LzEwLzAzL3RhZy1kZXItZGV1dHNjaGVuLWVpbmhlaXQv" title=\"Tag der deutschen Einheit\">3. Oktober</a> noch von seiner Nierentumor-Operation in Leipzig berichtet? Die Situation hatte sich am 4. Oktober ver&#228;ndert. Er bekam Komplikationen, und der behandelnde Facharzt wies ihn ins Krankenhaus ein. Dort befindet er sich nun in intensivmedizinischer Behandlung. Der Zustand ist kritisch. Er k&#228;mpft wie ein L&#246;we, &#8211; doch ob er eine Siegchance haben wird ist sehr ungewiss. Das wei&#223; Gott allein.</p>
<table dir="ltr" align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td style="height: 15px; width: 10px">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://www.lws-blog.de/images/letzter_weg.jpg" alt="Wie weit geht der letzte Weg?" title="Wie weit geht der letzte Weg?" border="0" height="300" hspace="0" vspace="0" width="225" /></td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
</table>
<p>F&#252;r mich ist die Situation nun auch noch doppelt schlimm. Ich kann zur Zeit nur wenige Schritte gehen. In einen normalen PKW komme ich noch nicht rein. Somit kann ich nicht an sein Krankenbett. Jasmin f&#228;hrt t&#228;glich mit meiner Mutter zum <a href="http://www.lws-blog.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5rcmVpc2tyYW5rZW5oYXVzLWhhbWVsbi5kZS8=" target=\"_blank\" title=\"Kreiskrankenhaus Hameln\">Krankenhaus an der Weser</a> in Hameln um ihn zu besuchen. Doch meistens ist er nicht bei klarem Bewusstsein, und scheint die Besucher nicht zu registrieren.</p>
<p>Heute wollten die Eltern von Jasmin den Fahrdienst &#252;bernehmen. Gegen 15:00 Uhr holten sie Jasmin und meine Mutter ab.</p>
<p>Ich blieb hier alleine mit unsagbaren Schmerzen zur&#252;ck. Eigentlich hatte ich vor, am Nachmittag meinen Hausarzt zu besuchen. Eventuell hat er doch die richtige Medikation um diese Schmerzen etwas besser zu ertragen. Doch ich blieb dann doch wie in Trance auf der Couch im Wohnzimmer liegen, und registrierte die Welt um mich herum nicht mehr wirklich.</p>
<p>Um 17:00 Uhr sind sie alle zur&#252;ck. Wir trinken in unserer K&#252;che gemeinsam ein Tasse Kaffee und reden &#252;ber den Zustand.</p>
<blockquote><p>Nat&#252;rlich darf man die Hoffnung auf Verbesserung des Zustands nicht aufgeben!</p></blockquote>
<p>Am Mittwoch hat meine Mutter Geburtstag. Es wird im engsten Kreis der Familie am Abend zusammengesessen. So hat sie es geplant.</p>
<p>Als Jasmins Eltern wieder auf dem Heimweg sind, klingelt das Telefon. Die Intensivstation des Hamelner Krankenhaus. Die Angeh&#246;rigen werden auf Grund einer ma&#223;iven Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Patienten ins Krankenhaus gebeten.</p>
<p>Allein diese Formulierung kann einen total fertig machen. Da wei&#223; man, &#8211; ohne das es gesagt worden ist -, ganz genau was los ist. Oder auch nicht, weil man sich seine eigenen Gedanken macht.</p>
<p>Nun ist meine Stimmung v&#246;llig am Boden. Ich informiere meine Schwester w&#228;hrend Jasmin und meine Mutter bereits auf dem Weg sind. Um 20:00 Uhr kehren sie zur&#252;ck. Mein Vater musste an die Beatmungsmaschine angeschlossen werden. Der Zustand ist weiter &#228;u&#223;erst kritisch. Die &#196;rzte hoffen, ihn in der Nacht wieder eigenst&#228;ndig atmen zu lassen. Sofern er dazu in der Lage ist.</p>
<p>Nach dem Abendessen schauen wir noch etwas im Fernsehen. Gegen 22:00 Uhr fallen mir immer wieder die Augen zu, w&#228;hrend Jasmin bereits schl&#228;ft. Also gehen wir ins Bett. Ich pers&#246;nlich hoffe auf den kommenden Tag. Zu aller erst f&#252;r meinen Vater. Das er in der Lage sein wird, selbstst&#228;ndig zu atmen. Das sein Zustand sich wenigstens ein ganz klein wenig verbessern wird.</p>
<p>Und f&#252;r mich hoffe ich, dass die Schmerzen besser zu ertragen sein werden, und ich eventuell in der Lage sein werde mit dem Linienbus, da kann man w&#228;hrend der Fahrt stehen, nach Hameln ins Krankenhaus zu meinem Vater zu gelangen.</p>
<p>Schauen wir einmal.</p>
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		<title>Der Tag danach</title>
		<link>http://www.lws-blog.de/2007/10/07/der-tag-danach/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Oct 2007 04:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Müller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern hatte ich ja eigentlich so einiges vor hier im Blog. &#8211; Doch der alte D&#228;mon machte mir einen Strich durch die Rechnung. Er ist zur&#252;ck gekehrt und hat erneut erfolgreich Besitz von mir ergriffen. Ich hatte ihn in den vergangenen 16 Tagen nun wirklich nicht vermisst. Ich h&#228;tte sehr gut auf ihn verzichten k&#246;nnen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=02a4937a430009653984907e91f62a53&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Gestern hatte ich ja eigentlich so einiges vor hier im Blog. &#8211; Doch der alte D&#228;mon machte mir einen Strich durch die Rechnung. Er ist zur&#252;ck gekehrt und hat erneut erfolgreich Besitz von mir ergriffen. Ich hatte ihn in den vergangenen 16 Tagen nun wirklich nicht vermisst. Ich h&#228;tte sehr gut auf ihn verzichten k&#246;nnen. Doch es sollte nicht sein.</p>
<blockquote><p>Er ist zur&#252;ckgekehrt! &#8211; Der Schmerz im R&#252;cken. In seiner alten, wenn nicht sogar noch st&#228;rkeren Intensit&#228;t.</p></blockquote>
<p>Als ich gestern Morgen aus dem Schlaf erwachte war er da. Stark und intensiv war der Schmerz im Bereich der Lendenwirbels&#228;ule. Nach dem Aufstehen und ein wenig Bewegung kam es nicht wirklich zu einer Ver&#228;nderung der Situation. Ich versuchte mich abzulenken, so wie ich es im Jahre 2003 in der Schmerztherapie in Bad Mergentheim gelernt habe. &#8211; Ohne Erfolg!</p>
<p>Ich habe hier am Blog ein wenig im Hintergrund weiter gearbeitet. &#8211; Doch nicht wirklich etwas geschafft.</p>
<p>Gegen Nachmittag sind Jasmin und ich ein wenig Spazieren gegangen, doch jeder Schritt verst&#228;rkte den Schmerz nur noch weiter.</p>
<p>Die heutige Situation ist schlechter zu ertragen, als die Schmerzen vor der Operation. Seit der Operation ging es mir nicht so schlecht. Ich hatte alle meine Hoffnung in die Verbesserung der Situation gesetzt, &#8211; und nun das!</p>
<p>Als nach dem Abendessen Thomas Gottschalk &#252;ber die Mattscheibe flimmert sage ich mir, dass R&#252;ckschl&#228;ge zum Heilungsprozess geh&#246;ren. Ich hoffe wirklich, dass der Zustand nur vor&#252;bergehend ist. Gegen 21:20 Uhr nehme ich die so sehr verhassten Schmerzmittel ein.</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
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<td>&nbsp;</td>
<td style="width: 10px; height: 15px">&nbsp;</td>
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<td><img src="http://www.lws-blog.de/images/berg_pillen.jpg" alt="Meine Schmerztabletten" title="Meine Schmerztabletten" border="0" height="167" hspace="0" vspace="0" width="250" /></td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
</table>
<p>Wenn die endlich zur Vergangenheit geh&#246;ren, dann habe ich es geschafft. &#8211; Aber auch wirklich erst dann.</p>
<p>Um 23:25 Uhr geht es ins Bett. Jasmin hat bereits bei &#8220;Wetten dass&#8230;&#8221; ein wenig geschlafen. Ich konnte vor lauter Schmerzen kaum mehr liegen. Immer wieder bin ich ein wenig durch die &#8220;Gegend&#8221; gegangen. Doch die Bewegung, &#8211; mein Verb&#252;ndeter bei den Schmerzen in den Beinen die ich Nachts immer bekomme, hilft in diesem Fall &#252;berhaupt nicht.</p>
<p>Es wird dadurch nicht besser. Aber wenigstens auch nicht mehr schlimmer, so wie am Nachmittag. Nun geht es also ab ins Bett. Vor der Operation war das der Platz wo ich noch entspannen konnte. Da wo ich mit kaum Schmerzen die Akkus wieder aufladen konnte. Jetzt sieht es allerdings nicht danach aus.</p>
<p>Eingeschlafen bin ich dann doch recht schnell. Nur war die erste Etappe eine sehr kurze.</p>
<p>1:36 Uhr bin ich hellwach, &#8211; habe vor Schmerz Tr&#228;nen in den Augen und kann nicht liegen. Leise aufstehen ist angesagt. Zur Toilette und durch die Wohnung wandern. Drau&#223;en ist das typische Wetter f&#252;r Altweibersommer. Nebel wabert zwischen den H&#228;usern entlang. Die Schwaden sind im Stra&#223;enlaternenlicht deutlich zu erkennen. Um diese Zeit ist aber wirklich nichts los.</p>
<p>Um 2:13 Uhr liege ich wieder im Bett. Ich bin hundem&#252;de und die Augen fallen mir zu. Trotz der sehr starken Schmerzen schlafe ich z&#252;gig wieder ein.</p>
<p>Also auf zur n&#228;chsten Etappe! Sie dauert bis um 5:09 Uhr. Dann geht nichts mehr. Ich stehe ganz leise auf und beginne einen neuen Tag. Auch dieser beginnt mit unsagbaren Schmerzen. Auch dieser Tag danach scheint sich sehr &#228;hnlich zu entwickeln.</p>
<p>Ich mache mir einen Morgenkaffee und setzte mich an den Computer. Ich schreibe genau diesen Beitrag.</p>
<p>Vielleicht hilft das ein wenig, um wieder so einen Sch&#8230;tag einigerma&#223;en zu &#252;berstehen.</p>
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