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	<title>Bandscheibenendoprothesen-Blog &#187; Beine</title>
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	<description>Das Online-Tagebuch eines Bandscheibenpatienten</description>
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		<title>Wieder Hoffnung</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 21:44:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Müller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich mich nun wieder seit Tagen mit sehr starken Schmerzen qu&#228;le, ist der heutige Tag ein Tag voller Hoffnung. Hoffnung auf Linderung, &#8211; Hoffnung auf Schmerzfreiheit. Es steht der Besuch beim &#8220;Schmerztherapeuten&#8221; an. Er sollte in der Lage sein mit geeigneten Medikamenten diese Schmerzen auszuschalten. Danach muss man sich auf die Suche nach der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=02a4937a430009653984907e91f62a53&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Nachdem ich mich nun wieder seit Tagen mit sehr starken Schmerzen qu&#228;le, ist der heutige Tag ein Tag voller Hoffnung. Hoffnung auf Linderung, &#8211; Hoffnung auf Schmerzfreiheit. Es steht der Besuch beim &#8220;Schmerztherapeuten&#8221; an. Er sollte in der Lage sein mit geeigneten Medikamenten diese Schmerzen auszuschalten. Danach muss man sich auf die Suche nach der Ursache begeben.</p>
<p>Mittlerweile nennen sich ganz viele Schmerztherapeut. Selbst Heilpraktiker bieten Schmerztherapien an. Die Wirkungsweise ist dabei sehr unterschiedlich. Ich bin da eher kritisch. Zu h&#228;ufig war ich in der Vergangenheit auf die guten Worte gutgl&#228;ubig hereingefallen. Doch heute wird sich mein Hausarzt die Bezeichnung &#8220;Schmerztherapeut&#8221; verdienen.</p>
<p>Der Tag beginnt fr&#252;h an diesem Morgen. Gegen 5:07 Uhr stehe ich auf, seit 4:12 Uhr liege ich im Bett und kann nicht mehr schlafen. Die Tageszeitung ist erfahrungsgem&#228;&#223; zu dieser Zeit noch nicht zugestellt. Ab zur Zeitungsbox, &#8211; vielleicht ist heute ja alles ganz anders? Nein auf unseren Zeitungstr&#228;ger ist Verlass. Vor 5:30 Uhr ist die Zeitung noch nicht da. Au&#223;er am Montag Morgen, da liegt sie bereits um 4:45 Uhr in der Box.</p>
<p>Als ich den Morgenkaffee zubereiten will, steht Jasmin auch schon in der K&#252;chent&#252;r. &#8211; Ob sie auch eine Tasse bekommen k&#246;nnte? Kurz darauf wird die Zeitung zugestellt, und der Tag kann beginnen. Nachdem Jasmin den Aufenthalt im Badezimmer beendet hat, und sich auf den Weg zur Arbeit gemacht hat, mache auch ich mich abreisefertig. Es geht zu meinem Hausarzt. Es ist 8:30 Uhr als ich das Haus verlasse.</p>
<blockquote><p>Was ist denn hier los?</p></blockquote>
<table align="right" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td style="width: 10px; height: 15px">&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td><img src="http://www.lws-blog.de/images/nadel.jpg" alt="Injektion von einem An&#228;stetikum" title="Injektion von einem An&#228;stetikum" border="0" height="172" hspace="0" vspace="0" width="300" /></td>
</tr>
</table>
<p>So etwas habe ich auch noch nicht erlebt. &#8211; Nichts los. Kein Patient im Wartezimmer. Wir besprechen das Blutergebnis der abschlie&#223;enden Kontrolle. Die f&#252;nfw&#246;chige subkutane Injektion von Clexane hatte mir ja einiges an Nebenwirkungen beschehrt. Au&#223;erdem sollte eine Allergietest durchgef&#252;hrt werden, um hoffentlich die Titanallergie ausschlie&#223;en zu k&#246;nnen. Die Blutwerte sind wieder normal. Das Clexane also vom K&#246;rper abgebaut. Die Sch&#228;den die es angerichtet hat, sind aus meiner Sicht noch lange nicht beseitigt, &#8211; aber gut &#8211; wollen wir mal nicht so kleinlich sein. Eine Titanallergie kann soweit nicht best&#228;tigt werden, geringe Anzahl von irgendwelchen Antik&#246;rper allerdings nachweisbar.</p>
<blockquote><p>&#196;rzte</p></blockquote>
<p>Gegen meine so starken R&#252;ckenschmerzen gibt er mir eine Spritze. &#8211; Die sollte helfen. Und tats&#228;chlich nur kurz nach der Injektion beginnt der Schmerz in meiner Lendenwirbels&#228;ule zu verschwinden. Auf Grund der Ergebnisse des Blutbildes hat er noch eine weitere Ma&#223;nahme f&#252;r mich parat. Er geht an seinem Medikamentenschrank und holt eine Infusion heraus. Der Inhalt einer kleinen Glasflasche bewegt sich tr&#246;pfchenweise stetig in meine Blutbahn. Hoffentlich hilft es auch.</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td style="width: 10px; height: 15px">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://www.lws-blog.de/images/tropf.jpg" alt="Infusion intraven&#246;s" title="Infusion intraven&#246;s" border="0" height="300" hspace="0" vspace="0" width="229" /></td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
</table>
<p>Die ganze Prozedur zieht sich &#252;ber etwa 35 Minuten hin. Danach f&#252;hrt er noch ein kurzes Gespr&#228;ch, um sich dann mit dem Hinweis zu verabschieden, dass ich in der kommenden Woche noch einmal vorbei schauen m&#246;chte. Dann wissen wir mehr. Ich mache mich auf den Weg nach Haus.</p>
<p>Trotz der K&#228;lte gehe ich ein paar Schritte mehr nach Haus. Nicht den direkten und k&#252;rzesten Weg schlage ich ein. Ein wenig scheint sogar die Sonne als mir der kalte Wind ins Gesicht bl&#228;st. Welch eine Wohltat so ganz ohne Schmerzen wieder zu laufen. Sauerstoff tanken, den Stoffwechsel in Gang bringen. Warum ich nicht bereits in der vergangenen Woche diese Spritze bekommen konnte? &#8211; Das fragt man sich dann doch einmal ernsthaft. Der Schmerz im R&#252;cken und in den Beinen ist weg. Komplett weg. Erst einmal sehen wie lange das so bleibt.</p>
<p>Zu Hause angekommen steht B&#252;roarbeit an. Post sichten, Mails lesen und beantworten, Angebote anfertigen, einen Domaintransfer starten und und und und &#8230;</p>
<p>Ich hoffe das mein Zustand von etwas l&#228;ngerer Dauer ist. Endlich wieder schmerzfrei. Welch eine Wohltat.</p>
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		<title>Neue Hoffnung(?)!</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Nov 2007 12:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[&#160; &#160; &#160; Der heutige Tag beginnt dunkel, feucht, nass, kalt und tr&#252;be. Passend zu meinem Zustand der letzten zwei Tage. Der November ist da! Bereits gestern hatte ich mir vorgenommen wieder ein paar Zeilen zu schreiben. &#8211; Doch ich war einfach daf&#252;r nicht &#8220;drauf&#8221;. Ganz schwierig waren die letzten beiden Tage. Es geht immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=02a4937a430009653984907e91f62a53&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><table align="right" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td style="width: 10px; height: 15px">&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td><img src="http://www.lws-blog.de/images/herbst/baum_im_nebel.jpg" alt="Der November ist da" title="Der November ist da" border="0" height="206" hspace="0" vspace="0" width="300" /></td>
</tr>
</table>
<p>Der heutige Tag beginnt dunkel, feucht, nass, kalt und tr&#252;be. Passend zu meinem Zustand der letzten zwei Tage.</p>
<blockquote><p>Der November ist da!</p></blockquote>
<p>Bereits gestern hatte ich mir vorgenommen wieder ein paar Zeilen zu schreiben. &#8211; Doch ich war einfach daf&#252;r nicht &#8220;drauf&#8221;. Ganz schwierig waren die letzten beiden Tage.</p>
<blockquote><p>Es geht immer weiter abw&#228;rts</p></blockquote>
<p>Mein Zustand hatte sich kontinuierlich verschlechtert. Bereits am Mittwoch fielen mir die Schritte sehr schwer. Jeder Schritt schmerzte in der linken Fu&#223;sohle. Bereits eine Socke am Fu&#223; war nicht auszuhalten. Selbst beim Liegen hatte ich den Eindruck ein Feuerameisenstaat w&#252;rde &#252;ber meine linke Fu&#223;sohle herfallen. Gestern aber wurde es nur noch unertr&#228;glicher. Einen Schuh zu tragen war v&#246;llig unm&#246;glich. Der brennende Schmerz zog zur H&#228;lfte bereits in den Unterschenkel. Der Schmerz gr&#228;bt sich immer tiefer in meine Gehirnwindungen. Einen klaren Gedanken zu fassen ist beinahe unm&#246;glich.</p>
<blockquote><p>Titanallergie?</p></blockquote>
<p>Wenn diese Nervensch&#228;digung durch die lange Verabreichung von Clexane herr&#252;hren soll, dann m&#252;sste der Zustand doch so ganz langsam besser werden. Okay, der Neurologe sagte bereits, dass er keine Aussage &#252;ber den Regenerationsprozess geben k&#246;nnte. 6 Tage &#8211; 6 Wochen &#8211; 6 Monate &#8211; 6 Jahre oder NIE! Doch zur Zeit wird der Zustand sogar noch schlechter. Noch immer steht die andere M&#246;glichkeit im Raum &#8211; eine Titanallergie!</p>
<blockquote><p>Der Super GAU!</p></blockquote>
<p>Was wenn mein K&#246;rper die hervorragende medizinische Errungenschaft aus Titan, &#8211; meine Bandscheibenendoprothese -, extrem leicht, extrem widerstandf&#228;hig, extrem vertr&#228;glich, einfach nicht in sich haben will? Kommt dadurch diese Entwicklung? Das Clexane sollte doch langsam vom K&#246;rper abgebaut sein. Langsam sollte die dadurch bessere Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Nerven im Fu&#223;, den Zustand verbessern und nicht noch weiter verschlechtern! Es kann nur die Allergie auf Titan sein.</p>
<blockquote><p>Also muss die Prothese wieder entfernt werden?</p></blockquote>
<p>Das w&#252;rde allerdings bedeuten, dass der gro&#223;e Hoffnungstr&#228;ger wieder aus meinem K&#246;rper entfernt werden m&#252;sste. Ich darf nicht weiter dar&#252;ber nachdenken. Das w&#228;re die Katastrophe! &#220;ber all das wollte ich also aber heute endlich etwas schreiben. Ein depressive Grundstimmung beherrschte die letzten zwei Tage.</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td style="width: 10px; height: 15px">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://www.lws-blog.de/images/herbst/park_im_nebel-1.jpg" alt="Novemberimpressionen" title="Novemberimpressionen" border="0" height="225" hspace="0" vspace="0" width="300" /></td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
</table>
<p>Als ich also an diesem Novembertag aufstehe, man erwartet ja bereits den starken Schmerz wenn man den linken Fu&#223; belastet, passiert es! &#8211; Nichts!</p>
<p>Was ist denn jetzt los? Okay nach den ersten Schritten wird das Schreckgespenst zur&#252;ckkehren. &#8211; Nichts!</p>
<blockquote><p>Was ist hier los?</p></blockquote>
<p>Ich kann es nicht glauben. Der Fu&#223; schmerzt kein bisschen. Kein kribbeln kein &#252;berhaupt nichts. So beginne ich den Tag. Die Morgentoilette im Bad. Immer noch nichts!</p>
<p>Die Tageszeitung mit einer Tasse Kaffee geniessen. Nichts! Ich fahre den Desktop-PC hoch. Die Firmenemails checken. Nichts! Nun massiere ich die Fu&#223;sohlen mit dem Igelball und massiere das Beinwel-Gel in die Fu&#223;sohlen ein. Es ist Freitag, da stehen die Wochenendeink&#228;ufe an. Morgen soll es Wildhase mit Poree und Tagliatella geben.</p>
<blockquote><p>Ob ich den Halbschuh probieren soll?</p></blockquote>
<p>Wenn es heute so fantastisch ist, k&#246;nnte ich ja statt der ultrabequemen Wanderschuhe nach langer Zeit wieder einmal die Halbschuhe anziehen. Die ich schon so lange nicht an meinem linken Fu&#223; ertragen konnte. Ich ziehe die Schuhe an, trage den Korb zum PKW in der Garage. &#8211; Nichts!</p>
<p>Es ist wirklich unfassbar. Nach zwei Katastrophentagen der n&#228;chste Schock!</p>
<blockquote><p>Der Schmerz in weg</p></blockquote>
<p>Nun nimmt der Tag eine unvorhergesehende Wendung. Ganz pl&#246;tzlich hat sich das Bild komplett gewendet. Ich bin obenauf. Sollte es nun endlich nach so vielen Tagen mit Schmerzen der Durchbruch sein? Endlich ein Tag zum wirklichen geniessen. Endlich die Besserung. Als ich so durch den Supermarkt schlendere kommt da von ganz hinten aus einer Gehirnwindung der Gedanke. &#8211; Hoffentlich bleibt das auch so!</p>
<p>Nat&#252;rlich ist das ein berechtigter Gedanke. 11 Jahre liegen hinter mir. Schmerzen, Behandlungen, Untersuchungen, Hoffnungen und die immer wieder auftretende Ern&#252;chterung, dass es nichts gebracht hat. Diese Prothese aus Metall, die meine kaputte Bandscheibe ersetzt, sie war meine ganz gro&#223;e (letzte) Hoffnung. Auch sie war mit ganz vielen Risiken, Komplikationen und Nebenwirkungen verbunden. (inkl. Operationsrisiken)</p>
<p>Sie sollte einen neuen Lebensabschnitt einl&#228;uten. Mit ihr sollte ich neue Lebensqualit&#228;t erhalten. Bis gestern schien es nicht so. Heute allerdings sieht es ganz stark danach aus, als ob es endlich geschafft ist. Neuer Mut, neue Kraft, neue Hoffnung und ganz neue Lust am Leben. Die kann ich sehr gut gebrauchen. Auch um meine Mutter zu unterst&#252;tzen, denn sie hat es sehr schwer, &#8211; mit dem Zustand meines Vaters. Doch auch hier sch&#246;pfen wir in den kommenden Tagen neue Hoffnung. Eine Reha-Ma&#223;nahme steht f&#252;r ihn an. Damit die neurologischen Defizite seines Durchgangssyndrom gemildert werden sollen. Vielleicht wird auch da die Welt in ein paar Tagen, Wochen oder Monaten ganz anders aussehen.</p>
<p>So wie bei mir, &#8211; heute -, 51 Tage nach der Implantation der Prothese in meine Lendenwirbels&#228;ule.</p>
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		<title>38. postoperativer Tag</title>
		<link>http://www.lws-blog.de/2007/10/20/38-postoperativer-tag/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 06:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Müller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Samstag fr&#252;h. 3:42 Uhr! Schlafende! &#8211; Schmerzen! &#8211; Was ist das nur. Heute ist der 38. postoperativer Tag. Der gestrige Besuch bei meinem Hausarzt war das Spiegelbild der letzten 11 Jahre. Zwei &#8220;schlaue&#8221; Spr&#252;che hatte er f&#252;r mich. Wirksame Schmerzmittel leider Fehlanzeige. Da ich die zuletzt verordneten Tabletten &#252;berhaupt nicht vertragen habe, empfahl er mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=02a4937a430009653984907e91f62a53&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Samstag fr&#252;h. 3:42 Uhr! Schlafende! &#8211; Schmerzen! &#8211; Was ist das nur.</p>
<blockquote><p>Heute ist der 38. postoperativer Tag.</p></blockquote>
<p>Der gestrige Besuch bei meinem Hausarzt war das Spiegelbild der letzten 11 Jahre. Zwei &#8220;schlaue&#8221; Spr&#252;che hatte er f&#252;r mich. Wirksame Schmerzmittel leider Fehlanzeige. Da ich die zuletzt verordneten Tabletten &#252;berhaupt nicht vertragen habe, empfahl er mir sie abzusetzen. &#8211; Guter Rat, da w&#228;re ich ja sonst gar nicht drauf gekommen! Ein alternatives Mittel k&#246;nne er aber nicht verschreiben. Aber sie werden damit schon klar kommen. Mein Einwand, dass ich mit den Schmerzmitteln nicht klar komme, und nun ohne Schmerzmittel doch wohl erst recht nicht, prallt von ihm ab.</p>
<blockquote><p>Neuer Arzt &#8211; neues Gl&#252;ck?</p></blockquote>
<p>Montag mache ich N&#228;gel mit K&#246;pfen. Ein neuer Arzt muss her. So kann es nicht weiter gehen. Und so qu&#228;le ich mich am noch jungen Morgen des 20. Oktober 2007 ganz leise in der Wohnung herum. Die Schmerzen im R&#252;cken sind nahezu verschwunden. Die Schmerzen in den Beinen sind nur gering vorhanden, &#8211; aber die &#8220;Sorgenkinder F&#252;&#223;e&#8221; schlagen heute fr&#252;h wieder voll zu. Dabei spielt der linke Fu&#223; die Hauptrolle.</p>
<blockquote><p>K&#252;hlung &#8211; Massage</p></blockquote>
<table align="right" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td style="width: 10px; height: 15px">&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td><img src="http://www.lws-blog.de/images/igelball.jpg" alt="Ein Massage-Igelball" title="Ein Massage-Igelball" border="0" height="225" hspace="0" vspace="0" width="300" /></td>
</tr>
</table>
<p>Nach mehreren Selbstversuchen und ein wenig <a href="http://www.lws-blog.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5nb29nbGUuZGUv" target=\"_blank\" title=\"Suchmaschine Google\">googeln</a> habe ich gestern Nachmittag die vor&#252;bergehende L&#246;sung gefunden. Die F&#252;&#223;e k&#252;hlen, dann gehen die Schmerzen sehr schnell zur&#252;ck, und dann im schmerzlosen Zustand die Fu&#223;sohlen kr&#228;ftig mit dem Igelball massieren. Das schafft Linderung! Danach ein k&#252;hlendes, <a href="http://www.lws-blog.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5tY25laWwtcGhhcm1hLmRlL2RvbG9ybWluL2kuY2ZtP2xldmVsPTEwNTgxMA==" target=\"_blank\" title=\"Dolormin Schmerzgel\">schmerzlinderndes Gel</a> auftragen und etwa zwei Stunden nahezu Schmerzfreiheit genie&#223;en.</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td style="width: 10px; height: 15px">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://www.lws-blog.de/images/dolormin-gel.jpg" alt="Dolormin Schmerzgel" title="Dolormin Schmerzgel" height="172" width="250" /></td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td><span style="font-family: courier new,courier">Bildquelle: <a href="http://www.lws-blog.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5tY25laWwtcGhhcm1hLmRlLw==" target=\"_blank\" title=\"McNeil GmbH &amp; Co. oHG\">McNeil GmbH &amp; Co. oHG</a></span></td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
</table>
<p>Also nach dieser &#8220;Behandlung&#8221; &#8211; es ist mittlerweile 4:36 Uhr &#8211; erst einmal ein Kaffee. Die <a href="http://www.lws-blog.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5kZXdlemV0LmRlLw==" target=\"_blank\" title=\"Deister- &amp; Weserzeitung\">regionale Tageszeitung</a> ist um diese Uhrzeit ganz bestimmt noch nicht zugestellt. Ich gehe ein wenig im dunklen Wohnzimmer auf und ab. Ich entschlie&#223;e mich dann doch dazu, die 15 Treppenstufen zur Haust&#252;r herunter zu gehen. Nachdem ich die T&#252;r aufgeschlossen habe, entdecke ich die Zeitung in der Zeitungsbox unter unserem Briefkasten.</p>
<p>Jetzt kann ich mit der Tasse Kaffee die dicke Wochenend-Ausgabe in aller Ruhe studieren. Pl&#246;tzlich leise Ger&#228;usche &#8211; Jasmin ist aufgestanden &#8211; es ist mittlerweile 6:18 Uhr. Nun gibt es f&#252;r sie auch einen &#8220;Guten Morgen Kaffee&#8221; sowie die Tageszeitung. Ich sehe nach Emails und schaue mir die Besucherstatistiken und Suchw&#246;rter einiger Internetseiten an. Bei ihnen hatte ich vor einigen Monaten eine Suchmaschinenoptimierung durchgef&#252;hrt. Nun schaue ich immer um den 20. eines Monats ob die Entwicklung in die richtige Richtung verlaufen ist. Heute ist alles okay &#8211; eine positive Entwicklung f&#252;r meine Kunden.</p>
<blockquote><p>Auf in die Backstube</p></blockquote>
<p>Wie die Zeit vergeht! Es ist 7:28 Uhr! Jetzt wird es aber Zeit f&#252;r den Hefeteig. Ich muss in die K&#252;che und den Teig f&#252;r die frischen Br&#246;tchen anr&#252;hren. Wenn Jasmin nachher aus der Stadt vom Wochenmarkt zur&#252;ck ist, m&#252;ssen die Mohn- und Mehrkornbr&#246;tchen fertig sein. Dann wird es so gegen 11:00 Uhr sein.</p>
<p>So beginnt mein 38. postoperativer Tag. In den ersten Tagen nach der Operation h&#228;tte ich mir diese Zeit sicherlich anders &#8211; positiver &#8211; vorgestellt. Aber wenn diese Komplikationen zum Genesungsprozess dazu geh&#246;ren, dann muss ich da eben durch. Noch 5 N&#228;chte liegen vor mir bis zum Ende der Thromboseprophylaxe. Ich bin noch immer davon &#252;berzeugt das das Clexane mit f&#252;r diese Schmerzen in den F&#252;&#223;en verantwortlich ist. &#8211; Aber mal schauen wie es in einer Woche aussehen wird. &#8211; Dann ohne Clexane. Wenn es dann langsam aus dem K&#246;rper verschwindet. &#8211; Ob es dann endlich wieder aufw&#228;rts geht. &#8211; Hoffentlich!!!</p>
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		<title>Wieder so eine Nacht</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Oct 2007 06:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Endoprothese]]></category>
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		<category><![CDATA[Beine]]></category>
		<category><![CDATA[L5S1]]></category>
		<category><![CDATA[Lendenwirbelsäule]]></category>
		<category><![CDATA[Prothese]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist sie vorbei, &#8211; endlich &#8211; es ist ein Graus! Nun muss ich hier einfach einmal ganz klar sagen: Am 12. September 2007 war die Operation im Bereich L5 S1. Das Bandscheibengewebe wurde komplett entfernt, das Narbengewebe der minimalinversiven Bandscheiben-Operation aus dem Jahre 2001 an der Nervenwurzel wurde ebenfalls entfernt und eine Bandscheibenendoprothese wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=02a4937a430009653984907e91f62a53&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Nun ist sie vorbei, &#8211; endlich &#8211; es ist ein Graus!</p>
<p>Nun muss ich hier einfach einmal ganz klar sagen: Am 12. September 2007 war die Operation im Bereich L5 S1. Das Bandscheibengewebe wurde komplett entfernt, das Narbengewebe der minimalinversiven Bandscheiben-Operation aus dem Jahre 2001 an der Nervenwurzel wurde ebenfalls entfernt und eine Bandscheibenendoprothese wurde implantiert. Durch diese k&#252;nstliche Bandscheibe wurde der nat&#252;rliche Abstand der Lendenwirbelk&#246;rper wieder hergestellt.</p>
<p>Ich kann ganz wunderbar stehen und gehen, ich kann sitzen und bedingt auch unter Tage liegen, aber wenn ich Abends zur Thromboseprophylaxe das Clexane gespritzt habe, und ca. 2 &#8211; 3 Stunden sp&#228;ter zu Bett gehe, beginnen die Qualen. Beide Beine schmerzen einfach unertr&#228;glich. An Schlaf ist nur in Etappen zu denken.</p>
<p>Gegen 21:00 Uhr l&#246;se ich schon eine Aspirin Plus C in Wasser auf, nehme zus&#228;tzlich eine Dolormin GS, eine Voltaren Dolo sowie eine Spalt mobil gegen die Schmerzen! Eigentlich war mein Ziel, durch die Operation keine Schmerzmittel mehr nehmen zu m&#252;ssen. Zur Zeit bin ich von diesem Ziel allerdings noch weit entfernt.</p>
<p>In der vergangenen Nacht bin ich das erste Mal gegen 1:23 Uhr wach. Gerade einmal zwei Stunden Schlaf liegen hinter mir. Die Schmerzen sind wirklich nicht zu ertragen. Ich stehe also auf und gehe etwas in der dunklen Wohnung umher. Drau&#223;en ist es sternenklar, &#8211; nicht eine Wolke ist am Himmel. Leichter Nebel macht sich in Klein Berkel breit. Eine Katze streift &#252;ber den B&#252;rgersteig der gegen&#252;berliegenden Stra&#223;enseite auf der Talstrasse. Nach etwa 10 Minuten Bewegung sind die Schmerzen wie ausgeschaltet. Also zur&#252;ck ins Bett.</p>
<p>Um 3:18 Uhr werde ich erneut wach. ES GEHT NICHT! &#8211; Schmerzen in beiden Beinen. Also wieder hoch, wieder durch die dunkle Wohnung tapern. Drau&#223;en das gleiche Bild wie vor etwa zwei Stunden. Nur die Katze ist weiter gezogen.<br />
Niemand ist zu dieser Zeit unterwegs. Unter Tage fahren beinahe st&#228;ndig Fahrzeuge die Talstrasse entlang, &#8211; um diese Zeit k&#246;nnte man auf der Strasse Ball spielen. Nach etwa 20 Minuten Bewegung gehe ich wieder zu Bett. Hinlegen, nach zwei Minuten auf die Seite legen und schon bin ich wieder eingeschlafen.</p>
<p>N&#228;chster STOP ist 4:40 Uhr.</p>
<blockquote><p>Fr&#252;her bin ich um diese Zeit aufgestanden. Jahrelang zur Fr&#252;hschicht war das meine Weckzeit. Sp&#228;ter als ich bei der Gr&#252;tter-Gruppe in Empelde die Leitung des Qualit&#228;ts- &amp; Colormanagement inne hatte, war das ebenfalls meine Zeit zum aufstehen.</p></blockquote>
<p>Also wieder hoch. Die Blase m&#246;chte nun ebenfalls geleert werden. Zum wach bleiben ist es aber deutlich zu fr&#252;h. Also laufe ich wieder durch die Wohnung die noch immer im Dunklen liegt. Im Wohnzimmer scheint gen&#252;gend Licht durch die Stra&#223;enlaternen hinein. Das gleiche Bild, &#8211; nach ein wenig Bewegung sind die Schmerzen nahezu blitzartig verschwunden.</p>
<p>Um 4:58 Uhr liege ich wieder im Bett und schlafe auch tats&#228;chlich unverz&#252;glich wieder ein. Die letzte Schlafetappe zieht sich bis 6:36 Uhr hin. Jetzt habe ich aber wirklich genug. Als ich leise aufstehen m&#246;chte, meldet sich Jasmin, auch sie ist schon wach. Also gibt es den &#8220;Guten Morgen&#8221;-Kuss, ich mache uns einen Kaffee, hole die regionale Tageszeitung aus der Zeitungsbox und wieder ist so eine scheu&#223;liche Nacht vorbei und Geschichte.</p>
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</tr>
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<p>Ich hoffe an dieser Stelle wirklich inst&#228;ndig, dass sich dieser Zustand im Laufe des Genesungsprozesses noch merklich bessert. Der nun kommende Tag kann nur besser werden. Gegen 9:00 Uhr verlasse ich das Haus in Richtung Hausarzt. Die Blutwerte der Kontrolle vom Dienstag sollten vorliegen und vielleicht hat er einen Tipp wegen der Schmerzen.</p>
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