Heute ist Jahrestag. Ein Jahr ist es nun her. Der schicksalhafte Tag der mein Leben komplett umgekrempelt hat. Der Tag der zum eindringlichen Nachdenken bewogen hat. Es war der Scheideweg. Es hätte genau so gut komplett anders ausgehen können.
Herzinfarkt!
Man stellt sich natürlich die Frage, warum man mit 43 Jahren einen Herzinfarkt bekommt. Da gab es bei mir eine Menge Faktoren die dazu mit beigetragen haben. Das ich die fehlerhafte Behandlung des regionalen Kardiologen überlebt habe, kann man fast schon als Wunder bezeichnen.
Die fantastische Arbeit des Ärzte-Team der Schüchtermann-Klink in Bad Rothenfelde hat definitiv mein Leben gerettet. Nun ist es ein Jahr her, und man lebt einfach wieder so in die Tage hinein. Doch heute ist wieder so ein Tag, an dem man nachdenklich wird. Man erinnert sich an die Vorfälle, soweit meine Erinnerung noch vorhanden ist. Weiterhin denkt man daran, was man sich so vorgenommen hat. Damals in der Anschlussheilbehandlung sowie während der intensive REHA-Nachbetreuung wieder daheim.
Vorsätze dahin?
Das ist so wie mit den guten Vorsätzen die man zum Jahreswechsel auf dem Zettel hat. Nach einiger Zeit blickt man zurück und stellt fest, dass es dann doch nicht so einfach ist, etwas abzuändern. Ich habe einiges umgesetzt, muss mich aber regelmäßig selbst in den Hintern treten, damit ich das auch regelmäßig umsetze.
Mein Leben heute ist sicherlich ein anderes als vor einem Jahr. Ob es dann so viel besser für die Gesundheit ist, bleibt abzuwarten. Meine Blutdruckwerte sind ganz zufriedenstellend. Insgesamt hat sich nun auch meine Kondition noch einmal geringfügig verbessert. Somit ist ein "normales" Leben möglich.
Vor kurzen war ich selbst positiv überrascht, wie gut es an einer starken und längeren Steigung auf dem Pfänder mit der Ausdauer bei mir bestellt war. Der Pfänder ist ein Berg in Österreich in der Nähe von Lochau. Wir haben dort die Adlerwarte besucht und die unglaublich schöne Aussicht auf den Bodensee genossen.
Mut und Disziplin gehört dazu
Hier nun mein Rat an alle die ein ähnliches Schicksal ereilen sollte. Man benötigt sehr viel Mut. Mut zum Leben. Bei jeder Tätigkeit denkt man darüber nach was passieren könnte. Hier macht man sich dann selbst verrückt. Natürlich soll man bewusst durch's Leben gehen. Soll sich nicht zu viel zumuten. – Aber auch nicht komplett auf alles verzichten. Mit ganz viel Disziplin muss man täglich hart daran arbeiten, die Kondition aufzubauen und zu erhalten. Das ist hart und bedarf des täglichen Tritt in den Hintern damit man etwas tut. Ohne dieses Training geht nicht viel. Pulskontrolle und ein optimales Trainingsprogramm bringen wenigstens ein klein wenig von der verlorenen Leistungsfähigkeit zurück.
Auf den Körper hören
Weiterhin sollte man in sich hinein hören. Ich spüre ganz genau was mich überanstrengt. Das kann Lärm oder andere Geräusche sein, dass merkt man an heißen Tagen, dass einem die Puste ausgeht, ohne etwas anstrengendes zu tun. Es ist wichtig auf diese Signale zu hören und zu reagieren. Mehr Ruhe und mehr Entspannung, mehr Training für bessere Kondition oder einfach einen Gang runter schalten und etwas langsamer voran kommen.
Das Leben geht weiter. Jeder muss für sich das Beste daraus machen. – Jeden Tag!


























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