Es ist 4:40 Uhr am heutigen Morgen als mich mein Radiowecker aus dem Schlaf reizt. Heute fahre ich erneut in das Helios Seehospital nach Sahlenburg bei Cuxhaven. Ich werde ein paar Tage stationär aufgenommen um eine Facetteninfiltration mit Nervenverödung vorzunehmen. Zu aller erst benötige ich jetzt einen starken Kaffee zum wach werden. Die Tageszeitung ist auch schon in der Zeitungsbox somit startet der Morgen ja doch recht positiv.
Es ist 5:54 Uhr als ich startklar bin. Ich schnappe mir die bereits am Vortag gepackte Tasche, verabschiede mich von meiner Lebensgefährtin Jasmin und schon geht es los. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Schnee oder Glätte muss ich nicht unbedingt haben auf dieser Strecke. Laut Wetterbericht sollte es heute keinerlei Probleme auf dem Weg Richtung Norden geben. Bis zur Autobahnauffahrt Rehren ist nur wenig Verkehr. Nun fahre ich also wieder einmal in Richtung Cuxhaven. Wieder einmal geht es wegen der Wirbelsäule ins Krankenhaus zu den Spezialisten.
Hinter der Abfahrt Wunstorf und der Überquerung des Mittellandkanals wird es voll auf der Autobahn. Es geht auf allen Spuren mit guten 80 km/h voran. Nach der Abfahrt Herrenhausen geht es auf die Flughafen-Autobahn. Dort ist schon einmal erheblich weniger Verkehr. Nach der Abfahrt Flughafen dann kaum noch Autos unterwegs. Bis zum Kreuz Walsrode ist mäßiger Verkehr auf der Autobahn Richtung Hamburg.
Jetzt wechsele ich noch einmal die Autobahn. Es geht Richtung Bremen, Bremerhaven und zu guter Letzt Cuxhaven. Auch hier ist wenig Verkehr. Drei Pausen habe ich eingelegt. Immer wenn der Schmerz nach etwa 60 Minuten Autofahrt sehr unangenehm wurde. Dann bin ich ein wenig hin und her gegangen bis der Schmerz etwas abklang. Und nun bin ich da. Es ist 9:28 Uhr als ich auf dem Klinikparkplatz meinen PKW abstelle. Auf geht es zur Aufnahme!
Drei andere Patienten sind vor mir. Nach etwa 30 Minuten Wartezeit bin ich dran. Nach der Erfassung der Daten, – geht bei mir recht flott, da bereits alles vom letzten stationären Aufenthalt vorhanden ist, kommt noch die pflegerische Aufnahme. Blutabnahme, Temperatur messen, Blutdruck und Puls sowie Urin werden kontrolliert.
Nach geraumer Wartezeit bekomme ich den Hinweis auf Station 1 zu gehen. Ein Arzt wird sich dann bei Ihnen melden. Vom Haupteingang geht es vorbei an der neu entstandenen Cafeteria, links kommt dann die Radiologie und dann die Stationen 1 und 2. Auf zum Schwesternzimmer.
Man kennt sich
Schwester P. erkennt mich doch sofort mit Namen wieder. Und man weist mir das Zimmer 3 zu. Dort habe ich doch im vergangenen Jahr auch gelegen. Zimmer ist damit voll, – alle vier Betten belegt. Zwei weitere sind mit mir heute angekommen, ein 83 Jahre alter Senior wartet auf seine Entlassung. Bei ihm wurden Rückenwirbel gespreizt und danach versteift. Er läuft mit Unterarmgehstützen schon recht flott durch die Gänge.
Gegen nachmittag gibt es dann noch das Informationsgespräch mit einem Assistenzarzt. Er klärt mich auf was exakt gemacht werden soll, welche Gefahren dabei bestehen und lässt mich noch die Erklärung unterschreiben, dass das Krankenhaus umfangreich aufgeklärt hat, ich über alle nur erdenklichen Gefahren informiert worden bin, und ich trotzdem mit dem Eingriff einverstanden bin.
Nützt ja nichts …
Letztendlich nützt es ja nichts, wenn ich immer wieder starke Schmerzen habe, und dieser Eingriff bzw. Behandlung könnte eventuell die Schmerzen lindern, dann nimmt man die Risiken billigend in Kauf. Warum sollte auch ausgerechnet bei einem selbst etwas schief gehen?
Am nächsten Tag soll gegen 10:45 Uhr der Bereich mit einem Lokalanästhetikum angespritzt werden, sollte das den Schmerz ausschalten würde am darauf folgenden Tag die Verödung der Nerven vorgenommen.
Ich bin frohen Mutes das es genau so laufen wird. Noch 2 Tage bis zur Schmerzfreiheit?


























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