Nach einigen Tagen der Zurückhaltung, möchte ich heute von so etwas wie Zauberei berichten. Die letzten Tage, und es waren einige, waren alles anders als einfach. Die Schmerzen pulsierten. Ein gewisser “Grundschmerz” war immer vorhanden, und in Schüben verstärkte sich der Schmerz. An arbeiten war nicht zu denken.
Langsam rückt der Tag der ambulanten Nachkontrolle näher. Ich muss dazu noch einmal nach Sahlenburg fahren. Drei Monate nach der Operation wird noch einmal kontrolliert, ob die Rückenwirbel L5 und L4 korrekt mit der Endoprothese verwachsen sind. Erst nach diesem Termin ist Krankengymnastik und sportliche Aktivitäten wieder erlaubt. In den letzten Tagen habe ich mir allerdings ernsthaft Gedanken dazu gemacht, wie ich die Anreise bewältigen könnte.
Selber mit dem PKW etwa drei Stunden in Richtung Cuxhaven fahren, – unmöglich. Auch als Beifahrer wäre das nicht zu realisieren. Auf der anderen Seite sind dort die Spezialisten, die doch sicherlich einen weiteren Versuch unternehmen werden, meine Situation und meinen Zustand zu verbessern.
Die Schmerzmittel die vor der Operation wenigstens ein wenig Linderung bereitet haben, waren in den letzten Tagen völlig wirkungslos. Versuche mit anderen Mitteln gegen den Schmerz waren nur mit wieder anderen Komplikationen verbunden.
Sackgasse?
Genau betrachtet hatte sich mein Zustand seit der Entlassung aus dem Krankenhaus immer weiter verschlechtert. Geplant war aber eigentlich eine Verbesserung meines Zustands. Zu verstehen war das alles für mich leider nicht. Das der Heilungsprozess kein “Spaziergang” seien würde, war mir durchaus klar, – aber so?
Lichtblick!
Und nun auf einmal das! Beinahe wie weggepustet ist der unerträgliche Schmerz verschwunden. War es doch die Zeit, die alle Wunden verheilen läßt? Immer wieder hat man nach Gründen gesucht. Gründe woher der Schmerz kommen könnte. Da waren die Komplikationen die durch Clexane verursacht wurden. Die Nervenschädigung musste ja auch nicht nur auf den linken Fuß beschränkt gewesen sein. Doch die Verbesserung kam nicht langsam und allmälig, sondern schlagartig. Als ob jemand den Schalter umgelegt hätte, – und den Schmerz ausgeschaltet hat.
Wohltat
Nach so vielen Rückschlägen und Beeinträchtigungen nun endlich wieder eine neue positive Tendenz. Doch ganz tief in den Gehirnwindungen spricht schon wieder die innere, pessimistische Stimme, – freu’ Dich nicht zu früh, wer weiß wie lange das so bleibt. – Hoffentlich für sehr lange Zeit, das wäre schön. Sofort hebt sich die Stimmung und das Leben bekommt gleich eine ganz andere Qualität. Lebensenergie kehrt schlagartig zurück. Jetzt heißt es erst einmal die Ärmel hochzukrempeln und liegen gebliebene Aufgaben erledigen. – Ohne Schmerzen! Da kann man sich dann gleich viel besser auf die Arbeiten konzentrieren.


























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