Die Zeit, – ja sie verfliegt und rast dahin. – Ach ja, da fällt mir doch noch eins ein, ich bin jetzt Pendler mit der Bahn. Als ich im Sommer meine neue Tätigkeit in einem hannoverschen Software-Unternehmen angenommen habe, bin ich mit meinem PKW zur Arbeit gefahren. Um mir aber mit dem Beginn der dunkleren Jahreszeit die Sache zu vereinfachen, hatte ich den Wunsch einmal die Bahn zu probieren. Also habe ich mir für den Monat Oktober eine Monatskarte für die S-Bahn und auch für den Omnibus hier in Hameln gekauft. Mit dem 1. Oktober 2011 benutze ich nun öffentliche Verkehrsmittel.
Umstellung
Natürlich ist es eine Umstellung. In den ersten Tagen hatte ich auch das Gefühl, als ob ein großer Teil Bequemlichkeit dabei verloren geht. Das war aber nur die Umstellung. Nach einigen Tagen stellt sich dann eine ganz andere Bequemlichkeit ein. Gerade mit Zunahme der Dunkelheit. – Aber der Reihe nach.
Sowohl die Busse hier in Hameln, als auch die S-Bahn nach Hannover fahren im Halbstundentakt. Somit ist es nicht allzu schwer die passende Verbindung zu wählen. Kurz vor 7:00 Uhr in der früh, bin ich auch mit meinem PKW zur Arbeit gestartet. Jetzt steige ich nahezu zur gleichen Zeit in den Bus, der etwa 80 Meter von meinem Zuhause ganz bequem hält.
Stadtrundfahrt
Man setzt sich hinein und kann die unterschiedlichsten Gedanken seinen Lauf lassen, – denn man muss nicht selbst fahren. Nach einer kurzen Exkursion auf den Ohrberg beginnt die Hamelner Stadtrundfahrt. Etwa nach 20 Minuten kommt man am Hamelner Hauptbahnhof an und hat etwa 10 Minuten Zeit die S-Bahn S5 zu erreichen. Diese startet dann ihre Fahrt in Richtung Hannover gegen 7:20 Uhr. Die unterschiedlichsten Personen pendeln täglich mit der S-Bahn. Einige fahren nur bis Bad Münder oder Springe, eine hübsche blonde Frau fährt jeden Tag von Hameln nach Bennigsen, Schüler fahren von Springe nach Hannover und ich steige dann Hannover Bismarckstraße aus. Dann ist es 8:01 Uhr. Mit meinem PKW wäre ich jetzt schon an meinem Arbeitsplatz angekommen.
20 Minuten Bewegung
So muss ich jetzt aber noch zu meinem Arbeitsplatz laufen. – Okay, ich könnte den Bus nehmen, merke aber das die regelmäßige Bewegung durchaus förderlich ist. Also gehe ich nun noch knapp 20 Minuten zu meiner Arbeitsstelle. Geschäftiges Treiben herrscht auf den Straßen. Die Menschen wuseln durch die Gegend um ihre Arbeitsplätze zu erreichen oder die Kinder in den Kindergarten oder Schule zu bringen. Hundebesitzer sind mit ihren vierbeinigen Freunden unterwegs.
Zeitliche Organisation
Wenn man öffentliche Verkehrsmittel nutzt, muss man sich halt zeitlich korrekt organisieren. Man muss dann pünktlich Feierabend machen, damit man die Bahn noch rechtzeitig erreicht. Für alles gibt es ja heute auch eine App. Also habe ich mir das Programm "Öffi" auf mein SmartPhone geladen. Dort habe ich mir Start und Ziel als Favorit abgelegt und bin nun immer im Bilde wann ein Bus/Zug in die richtige Richtung unterwegs ist. Natürlich habe ich auch auf EFA vorher die Verbindungen herausgesucht, die mit meinen Arbeitszeiten harmonisieren.
Fazit
Es ist an einigen Stellen etwas unbequemer. Wenn ich zum Feierabend in einen vollen Zug einsteige, in dem es keinen Sitzplatz gibt, in dem die Luftqualität als schlecht zu bezeichnen ist. Dann ist klar, mit meinem PKW wäre es bequemer und komfortabler. Trotzdem muss man sich nicht auf den Verkehr konzentrieren. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit, mit Nieselregen und schlechten Sichtbedingungen hat man es leichter. Man investiert aber eben auch im Gegenzug eine weitere Stunde. Denn ich bin Morgens und Abends 30 Minuten länger unterwegs als mit dem PKW. Dafür kann man die Zeit im Zug für alles mögliche nutzen. Aus dem Fenster schauen wird immer schwieriger, da zu meinen Pendelzeiten bereits die Dunkelheit vorherrscht. Trotzdem bin ich nun mittlerweile Fan dieser Art des Pendelns. Vielleicht trifft man sich ja mal.
Eine schöne dunkle Jahreszeit.


























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