Die Tage vergehen. Gute Tage – schlechte Tage. Und dann kommt es auch häufig anders als man denkt oder plant. So fuhr ich dann am Montag doch nicht nach Sahlenburg. Noch einmal nach Absprache ein Versuch beim Hausarzt gestartet. Der Erfolg trat sofort ein.
Der Rückenschmerz verschwand
Auf die Infusion, die das Brennen in den Adern zur folge hatte, wurde aber am Montag dann doch verzichtet. Ich werde wohl im Moment damit Leben müssen, dass sich mein Zustand wie bei stürmischer See verändert. Diese Situation war bereits vor der Operation all gegenwärtig gewesen. Es gab Tage ganz ohne Schmerzen, – und am folgenden Tag konnte ich nicht die einfachsten Dinge des Lebens erledigen. So stark war dann der Schmerz.
Alle Hoffnungen hatte ich in diese Operation, in dieses Stück Metall, in diese Endoprothese gesteckt. Zur Zeit hat sich diese Hoffnung (noch) nicht erfüllt.
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Man leidet unter diesen Schmerzen. Kann sein “normales” Leben nicht bewältigen. So einfache Dinge wie rasieren oder Zähneputzen werden zur Höllenqual. Wenn man es dann bewerkstellig hat, ist der Körper völlig alle. Man ist erschöpft und benötigt mehrere Stunden um sich davon zu erholen. Es ist wie eine große Welle, – ein Brecher. Nach der Spritze am Montag befinde ich mich wieder im Wellental. Man kann wieder alles machen und lebt sofort wieder auf. Lebenskraft und Lebensmut kehren zurück. Das menschliche Gehirn wird nicht mehr mit ständigen Schmerzreizen bombardiert.
Schicksal
So wird es wohl bleiben. Mehr als zwei Monate sind vergangen. Die Heilung sollte komplett abgeschlossen sein. Die Schmerzen werden wieder kommen. Früher oder später. Ich hoffe natürlich später. Vielleicht werden die Abstände größer und die Intensität geringer. Ich hoffe natürlich das die Abstände sehr groß werden und die Intensität sehr gering ausfallen wird.
Das ist dann wohl mein Packerl was ich zu tragen habe. Jeder hat es. Der eine hat ein größeres und schwereres Packerl, und der andere halt ein kleineres oder leichteres Packerl. Man selbst meint natürlich, dass das eigene besonders groß und schwer sei. Und genau dann kommt manchmal die Rückkehr in die Realität.
Bei mir kam dieser Hinweis am Montag in der Früh. An Schlaf war ab 4:00 Uhr nicht mehr zu denken. Und als ich die Emails abrufe finde ich eine Email hier aus dem Weblog. Absender ist Hamoun Kamai. Als er am Sonntag Abend durch das Internet surfte, stieß er wohl irgendwie auf meine Seite. Er betreibt ebenfalls ein Blog mit dem Namen Stand Up. Auch er hat sein Packerl zu tragen. Dann wird man sich erst einmal bewußt, wie schwer es auch andere haben. Manchmal ist das auch nötig um trotz der Schmerzen und Beeinträchtigungen in der Lebensqualität den Lebensmut nicht zu verlieren.
Danke
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Und so will ich an dieser Stelle all den Menschen meinen ganz herzlichen Dank aussprechen, die in meiner Zeit seit dem Jahre 1996 mit dazu beigetragen haben, meine Situation zu verstehen oder sich alle Mühe gegeben haben, die Situation positiv zu verändern.
Wenn man in so einer Situation beginnt Namen zu nennen läuft man ganz schnell Gefahr jemanden zu vergessen. Doch genau dieser jemand ist dann stark beleidigt, das er nicht genannt wurde. Trotzdem begebe ich mich hier und jetzt auf diese Gradwanderung und versuche mein Glück.
- Meine Familie – Sie hat immer zu mir gestanden, hat mich immer so gut es eben ging unterstützt.
- Meine Lebensgefährtin – Sie hat mich, seit wir zusammen sind, immer wieder aufgebaut. Sie hat mir den Lebensmut gegeben. Sie war auch der Antrieb für mich, immer wieder hart zu kämpfen um die Situation hoffentlich positiv zu verändern. Sie hat immer Verständnis gehabt, wenn ich nicht gut drauf war. Sie hat immer wieder ihre Interessen zurück gesteckt, und hat Rücksicht auf mich und meine Situation genommen.
- Meine wenigen Freunde – Die zu mir gehalten haben. Trotz der Belastung und Beeinträchtigung durch meine Krankheit.
- All den Ärzten – Die wenigen die wirklich versucht haben, all ihr Fachwissen zu geben um mir zu helfen. (Wenn es auch wenige waren) Die sich angestrengt haben, und doch nicht siegen konnten. Aber nicht den vielen die nicht den Mumm hatten, mir ins Gesicht zu sagen, dass sie keine Ahnung hatten. Die immer nur schlaue Sprüche, und keine wirkliche Hilfe parat hatten. – Und davon gab es sehr sehr viele. Euch danke ich hier ganz sicher nicht.
- Pfeiffersche Stiftung Magdeburg – Allen voran Chefarzt Dr. Sch. sowie seinem gesamten Ärzte-, Pflege- und Helferteam. Sie haben sich im Jahre 2001 an eine Operation gewagt, die andere Fachkliniken abgelehnt hatten. Der Erfolg der Maßnahme kann unterschiedlich bewertet werden. Die akuten Lähmungen im rechten Bein wurden auf jeden Fall dauerhaft beseitigt.
- Schmerztherapiezentrum Bad Mergentheim – Die mir bei meinem siebenwöchigen Aufenthalt sowie in den darauf folgenden sechs Monaten erfolgreich die Schmerzen genommen hatten.
- Helios Seehospital Sahlenburg – Vielen Dank an den Chefarzt Dr. M., sowie dem gesamten Ärzte-, Pflege- und Helferteam für ihre Bemühungen und ihr knowhow. (Mit Ausnahme des Stationsarztes Herrn B.) Vielleicht kommt die positive Wirkung ja noch, – auch wenn es im Moment nicht danach aussehen mag. Aber sie haben es wenigstens versucht.
- Hamoun Kamai – Als ich beinahe ganz unten war, hat er mich mit einer ganz einfachen Email und einem Link zu seiner Website wieder aufgebaut.
- Meine Kunden – Die in den vergangenen drei bis vier Monaten Verständnis für meinen Gesundheitszustand hatten und haben, und zu mir gehalten haben. Die weiterhin Projekte und Termine anfragen, und so die finanzielle Basis für mich bilden.
- Alle die, die nicht genannt worden sind – Und da gibt es ganz sicherlich noch eine ganze Menge. Ich denke an die beiden Sanis, die mich am 18. September 2007 zum CT-Termin nach Cuxhaven und dann zurück nach Sahlenburg gefahren haben. Natürlich meinem Schwager und meine Schwester, die mich nach Sahlenburg gebracht haben bzw. mich wieder abgeholt haben. Die wenigen vom Stammtisch der Linux- & BSD-UserGroup im Weserbergland…
Alle die ich jetzt nicht erwähnt habe, können gerne einen Kommentar hinterlassen. Dann können die Besucher des Weblogs sehen, wem ich hätte auch noch danken sollen. Und auch danke an StyleSpion. Sie veranstaltet die Aktion Was Nettes für was Nettes – Das Weihnachtsgeschenke-Special. Ich beteilige mich mit diesem Beitrag daran.
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Vielen Dank an “Alle”.





























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