So ist das immer im Leben, – es geht auf und ab! Okay, das wissen wir ja alle, – doch wenn es einen selbst betrifft, sieht es sehr häufig ganz anders aus.
3 Tage mit sehr starken Schmerzen
Das liegt hinter mir. Vorerst.
Gestern hat es mich nicht mehr zu Hause gehalten. Nach dem Aufstehen ging es auch geringfügig besser. Vielleicht auch, weil das kaltfeuchte Wetter nicht mehr vorherrschte. Gegen Mittag habe ich mir einiges an Schmerzmitteln eingeworfen, die bequemen Wanderschuhe geschnürt und los ging’s.
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Gegen 14:00 Uhr habe ich mich zu Fuß auf den Weg zum Krankenhaus an der Weser in Hameln gemacht. Mein Vater liegt dort auf der Intensivstation, in den vergangenen Tagen war ich nicht in der Lage ihn zu besuchen. Das Wetter war sehr freundlich, die Sonne begrüßte mich als ich das Haus verließ.
4,5 km Fußmarsch liegen vor mir
Es geht die Talstrasse von Klein Berkel entlang. Danach biege ich auf den Weserradweg ab. Er führt sehr malerisch direkt am Weserufer entlang, bis zur Weserbrücke. Gegenüber liegt die Münsterkirche, doch ich überquere hier die Weser noch nicht. Weiter an der Weser entlang gelange ich zur “neuen” Weserbrücke. Über sie gelange ich direkt zum Kreiskrankenhaus. Um 15:00 Uhr treffe ich mich am Haupteingang mit Jasmin und meiner Mutter. Die haben den PKW genommen. Der Hinweg ist gar kein Problem. Ich benötige 45 Minuten und bin verwundert wie gut das geht.
Die beiden treffen 15:07 Uhr auf dem Krankenhausparkplatz ein. Nun gehen wir gemeinsam zur Intensivstation.
Moderne Apparatemedizin
Es ist schon ein wenig beängstigend wenn man einen Angehörigen auf einer Intensivstation besuchen muss. Kabel, Schläuche, Apparate, Maschinen und Computer halten dort einen menschlichen Körper am Leben. Mein Vater wird beatmet und ist narkotisiert worden. Nach einer Blutwäsche sind die Ärzte mit seinem Zustand recht zufrieden. Der Kreislauf hätte sich durch entsprechender Medikation stabilisiert.
Die Finger und die geschlossenen Augen sind angeschwollen, das Beatmungsgerät lässt in ganz ruhig und gleichmäßig atmen. Es liegt ganz friedlich da und schläft ganz tief. Gegenüber den Qualen die er vor Tagen ausstehen musste, kann sich nun der Körper nach und nach erholen.
Ganz langsam soll er nun wieder aufgeweckt werden. Danach wollen die Ärzte den Versuch unternehmen, ihn wieder eigenständig atmen zu lassen. Meine Mutter, Jasmin und auch ich sprechen ihm Mut zu, ich bin sicher das er das mit seinem Unterbewusstsein wahrnimmt.
Nach zwei Stunden gehe ich den Weg zurück. Wieder 4,5 km nach Hause. Dort angekommen stehe ich dann am Herd um das Abendessen zu zubereiten. Curryhuhn mit Mungokeimen und Ananas dazu Reis.
Gegen 22:20 Uhr gehen Jasmin und ich zu Bett. Müde und kaputt bin ich, – aber doch sehr zufrieden über meinen besseren Gesundheitszustand, und natürlich auch, dass mein Vater wieder in einem ernsten aber stabilen Zustand ist. Wir müssen das Beste hoffen. Er muss ganz stark sein, denn die ihm bevorstehende Herausforderung wird nicht ganz leicht sein.
Die erste Nacht
Ich werde um 7:00 Uhr wach. Es ist ein neuer Tag. Ich habe zum ersten Mal durch geschlafen und erwache ohne Schmerzen. Weder in den Beinen noch im Rücken. Die erste Nacht am 28. postoperativen Tag.
Bildquelle: Kreiskrankenhaus Hameln



























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