Ein Backup, – ein all zu oft deutlich unterschätzter Vorgang in der EDV. Es ist ja so selbstverständlich das der Computer einfach funktioniert, wenn man auf den Netzschalter drückt. Nach dem Boot-Vorgang meldet man sich mit seinen Zugangsdaten an und kann arbeiten. Beim Betrieb von Webservern ist ein Backup aus zwei Gesichtspunkten wichtig.
- Der Hosting-Kunde verändert seinen Internetauftritt, – begeht einen Fehler und möchte zu der Version von gestern zurückkehren.
- Die Hardware hat einen Defekt und muss ausgetauscht werden, damit ein Betrieb des Webservers wieder gewährleistet ist.
Genau dieser zweite Aspekt traf auf meinen Server in den vergangenen Tagen zu. Nach dem Defekt einer Festplatte musste das Backup eingespielt werden. Das war auf Grund sehr guter Organisation mit wenigen Mausklicks und Linux-Konsolen-Befehlen erledigt. Nach einiger Wartezeit war alles wieder okay. Bis auf eine kurze Downtime war der Fall erledigt.
Ich kann daher jedem, der auf die Daten in seinem Computer dringend angewiesen ist, nur dringlichst empfehlen regelmäßige Datensicherungen durchzuführen und auch den Überblick zu behalten ob das Backup fehlerfrei durchgeführt wurde.
Wenn mit dem Computer "Geld verdient" wird, er also für die gewerbliche Tätigkeit genutzt wird, ist die regelmäßige Datensicherung noch viel wichtiger. Der Verlust der geschäftlichen Daten führt zu Arbeits- und Informationsausfall. So etwas geht richtig ins Geld, und kostet effektiv bis zu 20x mehr Geld als eine professionelle Datensicherungstechnologie.
Dabei bin ich ein Freund von automatischen Lösungen, die in lastarmen Betriebszeiten des Gerätes durchgeführt werden. Wenn jeden Freitag Abend um 19:30 Uhr ein Backup der wichtigen Daten auf dem Firmen-Server durchgeführt wird, – dann kann man es nicht vergessen. Wenn dann noch eine Benachrichtigung in Form einer E-Mail versendet wird, in der der Status übermittelt wird, kann man sich ziemlich sicher sein, dass das Backup erfolgt ist. Natürlich sollte man sich nicht einfach auf ein erfolgreich erstelltes Backup verlassen, – nein man sollte auch das Zurückspielen des Backup testen, denn nur wenn auch das problemlos funktioniert hat man eine funktionierende Backup-Strategie.
Mein Desktop-PC, bislang mit Microsoft Windows Vista als Betriebssystem ausgestattet, wurde vor einigen Tagen auf Microsoft Windows 7 aktualisiert. Dabei streikt dann das eine oder andere Programm und muss auf die aktuelle Version aktualisiert werden. In diesem Fall waren alle Programme problemlos auf das neue OS portiert worden, – nur mein Backup-Programm von Acronis wollte seinen Dienst nicht unter Microsoft Windows 7 verrichten. Also musste eine aktuelle Version der Software her.
Ich bin ja durchaus ein Freund von Open Source-Lösungen. – Nicht weil sie kostenlos sind, nein weil die Qualität und Lösungsansätze durchaus mit kommerziellen Lösungen vergleichbar sind, aber bei einer aktiven Entwicklergemeinde Aktualisierungen deutlich zeitnaher zur Verfügung gestellt werden.
Für meine Laptops setze ich dabei seit einiger Zeit das Projekt Clonezilla ein. Eine bootfähige CD-Rom sowie ein bootfähiger USB-Stick für das Netbook, und schon hat man ein leistungsfähiges Backup-System auf Basis von Linux.
Eine zeitgesteuerte Erstellung im laufenden Betrieb war allerdings meine Vorgabe, und somit wollte ich schon eine aktuelle Version für Microsoft Windows 7 von Acronis True Image Home 2011 bestellen, als ich dann auf die Idee kam, erst einmal die Testversion herunter zu laden, zu installieren und ein Backup durchzuführen.
Eine sehr gute Entscheidung
Leider musste ich feststellen, dass die neue Version nicht im geringsten meinen Anforderungen gerecht wurde. Meine so sehr positiven Erfahrungen unter Microsoft Windows Vista mit der Vorversion, wurden mit der aktuellen Version unter Microsoft Windows 7 leider nicht erfüllt.
Nach einiger Suche im Internet stieß ich auf einen anderen Hersteller. O & O war mir für Defragmentierungssoftware bekannt, – aber die angebotene Backup-Software O&O DiskImage 5 Professional Edition klang von der Funktionalität sehr vielversprechend.
Auch hier gab es eine Testversion. Nach der Installation und des Microsoft Windows Neustart ging ich ans Werk. Die Software war schnell, bot alle Optionen die ich benötige, ist sehr ressourcenschonend und hat eine sehr gut funktionierende Aufgabenplanung. Alles in allem exakt das was ich von einer professionellen Backup-Technik erwarte. Der Restore-Test, das Zurückschreiben des Backups, gestaltete sich ebenfalls schnell und problemlos, und so habe ich jetzt eine Lizenz gekauft.
Im kommenden Jahr werden weitere Schulungsrechner auf Microsoft Windows 7 umgestellt, und da weiß ich jetzt schon welche Software zum Einsatz kommen wird. – Exakt so stelle ich mir ein professionelles Datensicherungskonzept vor.
An dieser Stelle wünsche ich allen Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Besinnliche Stunden im Kreise der Lieben. Einen guten Rutsch in ein gesundes, erfolgreiches und gutes neues Jahr. Ich hoffe das Sie kein Backup Ihrer Daten benötigen, – aber falls doch, das Sie eine professionelle und funktionierende Lösung im Einsatz haben.
Dann ist dieser Daten-GAU nur halb so schlimm.


























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