Heute geht es nun also nach Sahlenburg. Vier Wochen habe ich auf diesen Vorstellungstermin warten müssen. Nachdem die Uniklinik Göttingen mir leider keinerlei Hoffnung auf Besserung meiner Situation machen konnte, schöpfe ich heute zumindest eine kleine Hoffnung. Es muss doch eine Therapie geben, die meine gesundheitliche Situation verbessert.
Um 8:00 Uhr breche ich auf. In Rehren geht es auf die Autobahn Richtung Hannover, am Flughafen vorbei immer Richtung Walsrode, dort weiter nordwärts. Bremen, Bremerhaven bis Cuxhaven.
Eine Autobahnabfahrt vor Cuxhaven schleust mich das Navigationssystem von der Autobahn ab. Sahlenburg – es steht sogar auf dem Schild. Nach einigen Kilometern soll ich rechts abbiegen. Ein Kiefernwald? Da steht aber das Schild, also muss es ja richtig sein. Nach ca. 150 – 200 Metern Fahrt durch den Wald liegen einige ein- und zweigeschossige Gebäude vor mir.
Hier soll also die geballte Kompetenz an Spezialisten ansässig sein. Okay, von außen sieht es etwas anders aus als ich mir das vorgestellt habe, – aber auf die inneren Werte kommt es ja schließlich an.
Nach einige Wartezeit bin ich auch dran. Dr. M. macht einen vertrauenwürdigen Eindruck. Er hört sich meine Bandscheibenvorgeschichte aufmerksam an. 11 Jahre des Leidens und der Schmerzen komprimiert auf wenige Minuten. Wir besprechen die wichtigsten Stationen. Nach kurzen Blick auf die mitgebrachten Röntgenbilder, schickt mich Dr. M. zum Röntgen, damit aktuelle Informationen für die Diagnose vorliegen.
Als ich mit den Bildern zurückkehre bespricht er mit mir die Details. Die Bandscheibe ist verschließen, die Wirbelkörper berühren sich bereits bei leichtem nach vorne beugen. Es sieht grundsätzlich zwei Therapiemöglichkeiten.
- Versteifung der beiden Wirbel mit Wiederherstellung des natürlichen Abstands.
(Sollte als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden) - Implantierung einer Bandscheibenendoprothese um die Beweglichkeit zu erhalten.
(Sein und mein Favorit)
Um allerdings eine konkrete Empfehlung geben zu können, benötigt Dr. M. ein aktuelles MRT von der betroffenen Region. Da sich nach der Bandscheibenoperation aus dem Jahre 2001 Narbengewebe gebildet hat, sollte bei einer erneuten OP dieses entfernt werden, um den Druck auf die Nervenwurzel des rechten Beins zu beseitigen bzw. zumindest zu reduzieren. Ob das allerdings möglich ist, würde nur auf dem MRT ersichtlich sein.
Mit einer Überweisung in der Tasche verlasse ich seine Ambulanzsprechstunde, und mache mich auf den Weg nach Hause. Das MRT lasse ich im Bathildiskrankenhaus Bad Pyrmont machen. Das ist bei mir vor Ort. Danach fahre ich erneut nach Sahlenburg.
Auf dem Rückweg gehen mir so einige Gedanken durch den Kopf. Zuhause angekommen beginne ich diese Gedanken erst einmal zu ordnen.



























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