Heute ist es soweit, mit zwei Tagen Verspätung, – meine Leukozyten-Anzahl war noch etwas erhöht-, beginne ich die stationäre Rehabilitation. Rein körperlich fühle ich mich bereits wieder ganz gut. Wenn man bedenkt, dass ich vor 11 Tagen zwei Koronararterien-Bypässe erhalten habe. Doch konditionell bin ich noch sehr schwach.
Die letzten Tage
Recht schnell wurde ich von der Intensiv-Station auf die IMC-Station verlegt. Dort wird wie auf der Intensiv-Station das EKG überwacht. Der Blutdruck wird aber nur noch Morgens und Abends manuell von der Schwester gemessen. Ebenso wird die Sauerstoff-Sättigung im Blut nicht mehr erfasst. Die ersten Tage meines Klinikaufenthalt liegen wie in einem leichten Nebelschleier.
Die Erinnerung ist zum Teil unklar
Durch die Nachwirkungen der Narkose sind Geschehnisse bruchstückhaft. Die klaren Erinnerungen beginnen dann am Mittwoch, den 9. Juni 2010. – Ich wurde auf eine normale Kranken-Station der Schüchtermann-Klinik verlegt. Ganz langsam und in winzig kleinen Schritten normalisiert sich alles wieder. Aus meinem Krankenzimmer im 3. Stock blickte ich auf den Park mit kleinem Teich der Klinik herunter. Die Physiotherapeutin besuchte mich täglich um mit mir auf dem Flur der Station das gehen und den ganzen Kreislauf zu trainieren.
Ein neuer Abschnitt der langsamen Genesung beginnt
Doch heute ist ein weiterer Abschnitt der Genesung erreicht. Ich beginne die Anschlußheilbehandlung, Rehabilitation oder auch Kur. Sie findet in der gleichen Klinik statt. Nach dem Frühstück packe ich meine Sachen in die Reisetasche und warte auf meine Abholung. Eine Schwester mit Transportwagen holt die Patienten nebst Gepäck ab. Zwischen den vielen Gebäuden dieser hochmodernen Klinik gibt es unzählige Verbindungsgänge. Am Anfang kann man sich eigentlich nur verlaufen. Aber so gelange ich in die REHA-Abteilung. In 4. Stock beziehe ich mein Einzelzimmer mit der Nummer 27. In diesem Trakt ist die letzte Renovierung schon einige Zeit her. Es ist alles sauber und funktionell, – allerdings nicht gerade neu. Letztendlich zählt aber hier nur das Therapieergebnis. Somit müssen die Anwendungen in der Therapie-Abteilung so bald wie möglich ein positives Ergebnis erzielen.
Nach dem Arztgespräch mit der Stationsärztin sowie wenig später mit dem Stationsoberarzt begebe ich mich um 12:00 Uhr in den Speisesaal zum Mittagessen. Heute geschieht nichts mehr. Erst morgen beginnt dann die Reha. Also mache ich mich mit den Gegebenheiten und Örtlichkeiten vertraut.



























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