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Gestern kam es wieder einmal dazu. Ein Auftragsstorno. Da ist man als Dozent oder Trainer in der Erwachsenenbildung in einer ähnlichen Position wie die Tagelöhner. Zuerst erhät man einen Anruf oder E-Mail, ob man nicht am 19.05.2009 das Thema "Adobe Acrobat 9 in der Druckvorstufe" unterrichten kann, dann werden die Details übermittelt und alles scheint klar zu sein, – und dann wird der Auftrag 19 Stunden vor Beginn der Veranstaltung storniert.
Natürlich bekommt man in den verbleibenen Stunden keinen Ersatzauftrag. Vorher, als alles nach einem Auftrag aussah, ja da bekam ich drei Anfragen für den bereits gebuchten Termin. Jedesmal musste ich die Anfrage leider absagen.
Stornogebühr?
Nun wird der eine oder andere Leser dieses Beitrages auf die Idee kommen, dass man halt eine Stornogebühr vereinbaren könnte. – Das ist aber leider in der Branche nicht zu realisieren. Andersherum wird aber ein Schuh daraus. Wenn ich den Auftrag nicht durchführen kann, ist es dem Auftragsgeber möglich Schadenersatz geltend zu machen.
Nur gut das ich nicht nur als Dozent und Trainer tätig bin. Es ist nur ein Standbein für mich. Ich habe da einmal nachgerechnet, und bin auf einen Verlust von 7.400 Euro für das Jahr 2008 gekommen. Dabei wurden die Aufträge im vergangenen Jahr etwas frühzeitiger storniert. Aber 19 Stunden vor Beginn ist ein echtes Highlight. Nach Aussage des Veranstalters hätten die bereits gebuchten Teilnehmer den Termin abgesagt. Mich würde dabei brennendheiß interessieren, ob der Veranstalter den Teilnehmern eine Stornogebühr berechnet.
Shit happens
So ist das halt in diesem Geschäft. Am Mittwoch (morgen) findet ein anderes Seminar statt. Also konzentriere ich mich auf die Vorbereitung. Ganz nebenbei kann ich auch noch eine Schulungsunterlage anfertigen, um sie den Teilnehmern eines anderen Seminars auszuhändigen. So hat der Auftragsstorno auch seine guten Seiten. – Das Honorar für den heutigen Tag ist aber definitiv futsch.
Telefonanfrage
Noch während ich diese Zeilen schreibe klingelt das Telefon. Ein langjähriger Kunde (Seminaranbieter) ruft an. Ob ich vom 6. – 8. Juli 2009 ein Adobe Photoshop CS4 Seminar durchführen könnte? Nach einem kurzen Blick in den Terminkalender sage ich zu. 6 bis 8 Wochen Vorlaufzeit sind bei mir durchaus üblich. Also wieder ein neuer Auftrag. Bei diesem Seminaranbieter hat es noch nie ein Storno gegeben. Die bekommen das irgendwie besser hin. Kurze Zeit später trudelt der Vertrag via E-Mail ein. Alles in trockenen Tüchern. – Hoffentlich.
Meist werden die Aufträge storniert, die vorher so brandeilig sind. Da wo man noch andere Anfragen zum gleichen Termin an die Kollegen abgibt, oder man einen bereits gebuchten anderen Termin verschieben muss, nur um den Wunsch des Kunden erfolgreich zu realisieren. – Genau diese Aufträge werden dann, ganz plötzlich und unerwartet wieder abgesagt.




























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