Ja ja die Druckertreiber. Nur mit dem korrekten Druckertreiber kann der Drucker seine volle Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Trotzdem gibt es Situationen in denen es gerade geschickt ist den Herstellerdruckertreiber nicht zu verwenden. Unter Apple Mac OS X, BSD, UNIX und Linux ist es ganz einfach, das Betriebssystem liefert einen universellen PostScript-Druckertreiber mit. In ihm kann die PPD des Druckers eingebunden werden, und schon stehen die Funktionen des Druckers zur Verfügung, die PostScript-Umsetzung stammt dabei meist aus dem Hause Adobe.
Man geht diesen Weg um zum Beispiel eine PostScript-Datei zu erstellen, die dann im Adobe Distiller zur PDF-Datei umgewandelt wird. In der heutigen Zeit können zwar die meisten Anwendungen direkt PDF-Dateien speichern oder exportieren, aber der saubere Weg ist noch immer die Erstellung einer PS-Datei mit anschließender Distillerwandlung. Dazu wird der Adobe PostScript-Druckertreiber installiert, und die PPD des Distillers eingebunden. Als Anschluß wählt man dabei FILE und alles ist erledigt. Es gibt dabei nur einen Haken, diese universellen PostScript-Druckertreiber stammen aus dem Jahre 2002 und lassen sich unter Microsoft Windows Vista nicht installieren.
Bei mir war der Bedarf zu einem neutralen Druckertreiber aus dem Grund gegeben, da ich mir einen sehr günstigen A3 Farblaserdrucker gekauft hatte. Es war ein Vorführgerät und hatte gerade einmal 39 Drucke erstellt. Für Kleinauflagen schien es mir sehr gut geeignet. Der Kaufpreis inklusive 1 Jahr Gewährleistung lag nur minimal höher als ein kompletter Tonersatz für das Gerät.
Officedokumentendrucker
Der Hersteller des Druckers ist bekannt für sehr langlebige und hochwertige Drucker mit einem sehr günstigen Seitenpreis. – Aber, die meisten Farblaserdrucker sind für die Bürodokumente gemacht. Präsentationen und Geschäftsgrafiken sollen schön bunt sein. Farbmetrisch korrekte Darstellung ist dabei niemals berücksichtigt worden. Und so war es auch in meinem Fall. Herstellerdruckertreiber installiert, Testform zur Prozesskalibrierung von CTP-Belichtern ausgedruckt, und Schock gekriegt. Deutlich zu bunt. Cyan, Magenta und Gelb viel zu intensiv, und zusätzlich noch ein Gelbstich.
ICC-Profil erstellen
Also habe ich meine Colormanagement-Software gestartet, das Spektralphotometer angeschlossen, vier Seiten mit farbigen Quadraten ausgedruckt, und den Farbraum spektralphotometrisch vermessen. Heraus kam ein ICC-Profil des Farbraums des Druckers. Dieses Profil wird nun in der Grafiksoftware als Proofprofil verwendet. Doch beim Versuch, – nix! Keinerlei Änderung. Diesen Fall hatte ich schon häufiger, gerade bei Farblaserdruckern. Der Hersteller hat im Druckertreiber eine Funktion, die die Farben entsprechend anpasst, damit es schön bunt herauskommt. Eben für die Präsentation oder Geschäftsgrafik.
Wie war das mit Murphys Gesetz?
Der Hersteller bietet eine PPD für den Drucker an, damit kann der Drucker unter UNIX-Basierenden Betriebssystemen genutzt werden. Also den Adobe PostScript-Druckertreiber installieren, die PPD zuweisen, danach noch einmal den Test-Chart ausdrucken und spectralphotometrisch vermessen und das entstandene ICC-Profil als Prooffarbraum verwendn. Und diesmal kann Erfolg vermeldet werden. Es klappt!!! Voraussetzung ist der Adobe PostScript-Druckertreiber unter Microsoft Windows Vista. Hier nun meine Anleitung wie es funktioniert, denn in vielen Foren wurde die Frage gestellt, und nur sehr wenige brauchbare Antworten sind vorhanden.
Download
Es beginnt mit dem Download für den PostScript-Druckertreiber von Adobe. Danach muss die PPD vom Drucker besorgt werden. Also auf zum Druckerhersteller, dort meist unter Support oder Download. Nach Auswahl des Modells findet man Treiber, Firmware oder aber auch PPDs. Falls nicht, hier ein Tipp, auf der Internetseite der Linux Foundation gibt es eine sehr gute Datenbank der verschiedensten Drucker. Dort wird ein alternativer Treiber genannt, oder aber eine PPD nach den technischen Daten online generiert. Die PPD abspeichern. Der für das System geeignete Ort ist dabei: C:\Windows\System32\spool\drivers\w32x86
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Bevor wir die Treiberdatei starten können, muss noch ein Windows-Dienst hinzugefügt werden. In der Systemsteuerung besuchen wir den Punkt Programme & Funktionen. Unter der Funktion Windows-Funktionen ein- oder ausschalten suchen wir den Punkt Druckdienste.
LPR-Anschlussmonitor sollte aktiviert sein, so wie in dem nebenstehenden Bildschirmfoto. Danach mit OK bestätigen. Es dauert eine ganze Weile bis die Funktion hinzugefügt worden ist, – also nicht wundern wenn das Fenster nicht sofort verschwindet.
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Da die Adobe-PostScript-Druckertreiber-Datei schon etwas älter ist, läßt sie sich unter Microsoft Windows Vista nicht starten. Dazu gehen wir auf das Programmicon, Rechtsklick und dann auf Eigenschaften.
In dem Eigenschaften-Fenster was daraufhin erscheint, wählen wir den Punkt Kompatibilität. Wir treffen die Auswahl für Windows XP Servicepack 2.
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Auch hiervon gibt es wieder ein Bildschirmfoto. Wenn diese Zuweisung erfolgt ist, kann winstger.exe gestartet werden.
Es folgt die Installation des Druckertreibers, und außerdem wird nach der PPD gefragt. Vorgegeben ist eine Standard-PPD. Dort geht man auf den Punkt wählen und gibt den korrekten Pfad zur Drucker-PPD an.
Das war es! Es ist geschafft. So installiert man den Adobe PostScript-Druckertreiber unter Microsoft Windows Vista.
Ich konnte damit das funktionierende Farbmanagement für meinen Farblaserdrucker von Kyocera Typ FS-C8026N realisieren, dass mit den Hersteller-Druckertreiber leider nicht möglich war. Diese Lösung funktioniert natürlich auch nur mit PostScript-Druckern.
Nachtrag zum Thema Microsoft Windows 7 RC.
Seit einiger Zeit teste ich nun bereits Microsoft Windows 7 Beta. Wenn es dann auf den Markt kommt, wird sicherlich die Nachfrage nach Seminaren und Schulungen zur neuen Windowsversion auch an mich herangetragen werden. Vor wenigen Tagen war dann nach der Beta die RC -Version erschienen. Auf meinem Testrechner wurde nun die Version installiert.
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| Adobe PostScript-Treiber-Installation unter Microsoft Windows 7 RC |
Die Vorgehensweise ist dabei unter Microsoft Windows 7 RC exakt die gleiche wie unter Microsoft Windows Vista. Auch hier wurde die Kompatibilität auf Windows XP SP2 gestellt, und danach ließ sich der Adobe PostScript Treiber völlig problemlos installieren.
Auch die PPD-Auswahl lief ganz normal ab, sodaß auch unter Microsoft Windows 7 RC der Weg über den Adobe PostScript-Druckertreiber mit Hersteller-PPD verfügbar ist.
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| Auswahl der Hersteller-PPD-Datei unter Microsoft Windows 7 RC |































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