Heute möchte ich einmal nicht von mir selbst berichten. Heute ist, – nennen wir ihn einmal Jens – mein Thema. Jens ist dabei nur ein exemplarischer Name der durch beinahe jeden anderen ersetzt werden könnte. Der Thematik tut das keinerlei Abbruch. Es gibt viele Jens, nicht nur in Deutschland, auch in Europa – in der ganzen Welt. Jens hat ein schlimmes Schicksal. Ein Schicksal das jeden von Ihnen liebe Leserinnen und Leser dieses Beitrags eines Tages auch ereilen könnte.
Krebs
Jens ist der Lebensgefährte einer guten alten Bekannten von mir und ist nahezu in meinem Alter. Im vergangenen Jahr begannen die Symptome. Nach kurzer Diagnosezeit dann das Ergebnis:
Plasmozytom – Multiples Myelom – Blutkrebs!
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Nur 2% der Erkrankten sind unter 45 Jahre alt. – Jens ist einer von ihnen. Er erhielt eine starke Chemotherapie sowie eine autologe Stammzellentransplantation. Nach kurzen Erfolgen verschlechterte sich aber sein Zustand erneut.
Der Krebs ist zurück!
Nun ist Jens auf einen Stammzellspender angewiesen. Seit 1991 beschäftigt sich die Deutsche Knochenmarkspenderdatei mit der Typisierung der Gewebemerkmale potenzieller Knochenmark- oder Stammzellspender. Von ca. 82.244.000* Bewohnern der Bundesrepublik Deutschlad haben sich allerdings nur 1.723.540* Personen typisieren lassen. (* Stand Juni 2008)
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der DKMS.
Sie, – ja genau Sie könnten zur Heldin oder zum Held werden. Sie könnten unter Umständen das Leben von Jens retten. Meinem Jens oder einen der vielen “Jens” die es da noch gibt.
Haben Sie sich bereits typisieren lassen? – Sie brauchen sich nicht um zusehen, es steht niemand hinter Ihnen! Ich meine SIE! Sie sitzen ca. 30 cm vom Bildschirm entfernt, lesen gerade diesen Beitrag und SIE sind gemeint!
Hier mein Aufruf an alle die nicht zu den 1.723.540 Personen der Bundesrepublik Deutschland gehören die bei der DKMS registriert sind.
Lassen Sie sich typisieren um einem todkranken Menschen das Leben zu retten!
Auf der Internetseite der DKMS werden Aktionstage aufgelistet. Eventuell ist etwas in Ihrer Nähe dabei. Viele Ärzte der Onkologie sowie Krankenhäuser mit onkologischer Abteilung führen ebenfalls Typisierungen durch.
Sprechen Sie mit Ihrem Betriebsrat oder Chef ob nicht mit geringen finanziellen Aufwand eine Typisierung der Mitarbeiter Ihres Unternehmen organisiert werden kann.
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Auch dafür hält die DKMS entsprechende Informationen für Firmen auf der Internetseite bereit. Informieren Sie sich.
Und Sie, – Sie sitzen noch immer vor dem Bildschirm und sind noch nicht aktiv geworden! Warum? Haben Sie Angst, sind Ihnen die Menschen gleichgültig oder denken Sie, dass Sie alleine nicht bewegen können?
Genau Sie könnten die Person sein, die Jens das Leben retten kann. Doch keiner weiß es. Sie übrigens auch nicht.
Werden Sie aktiv!
Verhelfen gerade Sie eventuell einer so erkrankter Personen mit einer neuen Chance auf das Leben.
Denken Sie einmal in aller Ruhe daran wie es Ihnen gehen würde wenn Sie diese Diagnose erhalten würden. – Und Sie wüssten, dass viele Millionen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland mit unbekannten Gewebemerkmalen leben, die potenziell dann Ihr Lebensretter sein könnte.
Da kann man schon ein wenig verbittert werden.
Nun will ich Sie nicht länger auf meiner Internetseite festhalten, denn Sie hatten ja gerade vor, sich über Typisierungstermine in Ihrer Nähe zu informieren. Und außerdem wollten Sie ja gerade den besagten “Knoten ins Taschentuch” zu machen, nur damit Sie ja daran denken so bald als möglich mit Ihrem Betriebsrat oder Ihrem Chef zu sprechen, um eine Firmentypisierung zu organisieren. Vergessen Sie auch nicht Familienmitglieder, Verwandte, Freunde, Sportkameraden und die Kollegen für das Thema zu sensibilisieren.
Danke im Namen der vielen Jens die es da draußen gibt.


























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