Hatten wir nicht lange auf schönes Wetter gewartet? War uns das Wetter nicht zu kalt und feucht? Wenn wir uns den aktuellen Monat einmal genau betrachten, dann gibt es aber nicht wirklich etwas zu meckern. Weiter südlich in Deutschland sieht das vielleicht etwas anders aus, aber wir im Weserbergland wurden mit Sonne satt wirklich verwöhnt.
Für mich gab es in den vergangenen Wochen ein wenig auf und ab. – In letzter Zeit allerdings eher ab. Es begann mit leichten Schmerzen die nach einigen Arbeiten auftraten, die man mit einer LWS-Bandscheibenprothese vielleicht besser nicht gemacht hätte. Danach wenig Zeit für Erholung.
Ein leichter Druckschmerz meldet sich zurück
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So kam dann wieder das eine zu dem anderen, und in der Summe der Ereignisse war es nicht so toll. In den vergangenen Tagen hatte ich dann allerdings einige hochkonzentrierte Tätigkeiten zu erledigen. In solchen Fällen gelingt es mir ganz gut den Schmerz für Stunden einfach auszublenden. Gestern dann aber war die Arbeit erledigt und der Schmerz meldete sich vehement zurück. 4:00 Uhr früh war ich das erste Mal hellwach. Nach einiger Zeit des “Spazieren gehen” in der dunklen Wohnung ging es dann doch wieder zurück ins Bett. Um 5:40 Uhr war es dann erneut im Bett nicht mehr aus zuhalten. Also erst einmal einen frischen Kaffee und die Tageszeitung. Die DeWeZet berichtet von der Blüte der Rhododendon auf dem Ohrberg.
Spaziergang auf den Ohrberg
Spontan entschied ich mich also das Naturschauspiel einmal persönlich anzuschauen. Nachdem die Routinearbeiten im Büro erledigt sind, schnappe ich mir mein Fotoapparat, zog die Wanderschuhe an und mache mich auf den Weg.
Es geht bergauf
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Wer zu Fuß den Ohrbergpark erwandern möchte muss halt bergauf gehen. So geht es mir. Da ich die Ortskenntnisse habe, wähle ich von meiner Wohnung den kürzesten, – dafür aber steilsten Weg. Als ich nach etwa 15 Minuten die höchste Stelle des Weges erreicht habe, fällt mein Blick herüber über die Felder nach Groß Berkel. Überall sattes und frisches Grün, und dazwischen die gelben Rapsfelder. Dazu azurblauer Himmel mit kleine weißen Schäfchenwolken. – Okay die heißen eigentlich korrekterweise Cumuluswolken!
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Noch ein paar wenige Schritte bis zum eigentlichen Ohrbergpark. Dort lässt es sich auch bei noch höheren Temperaturen gut aushalten. Es gibt die freien Flächen mit viel Sonnenschein, dann die leicht schattigen Wegen mit interessanten Lichtspiel durch die sich bewegenden Blättern, und dann die schmalen und kaum bekannten Wegen die komplett im Schatten liegen. Dort ist es auch bei hochsommerlichen Temperaturen durch den natürlichen Schatten angenehm kühl.
Unter der Woche trifft man selbst jetzt in der Hochsaison nur wenig Personen. Eine Kindergarten-Gruppe treffe ich an, sowie zwei Rentner-Ehepaare. Überall die vielen bunten Blüten.
Welch eine Farbenpracht
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Neben diesen vielen unterschiedlichen kräftigen Farbenspiel liegt der intensive Duft der Blüten in der Luft. Vielleicht für Pollenallergiker nicht gerade das Paradies, aber der Eindruck ist eigentlich mit Worten nicht zu beschreiben.
Doch leider dauert dieses besondere Ereignis nicht all zulange an, und schon sind die Blüten verblüht. Neben den üppigen Rhododendron-Sträuchern hat aber der Ohrbergpark auch einen umfangreichen Baumbestand für den Besucher zu bieten. Mein Weg führt mich über den schattigen Weg entlang der Kante. Von dort bietet sich ein Blick auf den Ort Ohr und die Weser. Auf den dann folgenden Weg trifft man meist keine Menschenseele.
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Zum Schluß geht es über den Hauptweg wieder zurück. Dieser führt vorbei an alten Baumbeständen. Die Zivilisation hat mich hoch oben auf dem Ohrberg wieder. Über die Straßen Kiefernhain und Grabbestraße geht es jetzt nur noch bergab nach Hause. Zwei Stunden war ich gestern unterwegs. Zwei Stunden in denen ich auch das eine oder andere Mal den Schmerz einfach vergessen konnte. Die Ablenkung durch diese fantastische Natur war einfach viel stärker.
Der Schmerz ist weg
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| Bildquelle: Google Earth | |
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Heute früh dann die höchst interessante Feststellung, – der Schmerz ist weg. Einfach weg. Nicht langsam abschwächend. Nein – einfach weg.
Wer die Blüte der Rhododendren ebenfalls live und in Farbe mit eigenen Augen sehen möchte, sollte sich beeilen. Bei diesen Witterungsbedingungen wird es nicht all zulange dauern, und sie sind verblüht. Auch der chinesische Taschentuchbaum steht zur Zeit in Blüte und zeigt welche diversen Formen die Natur im Zuge der Evolution hervor gebracht hat.
































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