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| Bildquelle: Helios Seehospital Sahlenburg |
Die Zeit vergeht im Fluge. – Eine alte Redensart, die aber immer wieder ihre Berechtigung beweist. Drei Monate sind vergangen. Drei Monate? – Ist das schon so lange her? – Tatsächlich, ein Blick auf den Kalender tritt den Beweis an. Drei Monate nach der Operation ist eine ambulante Wiedervorstellung nötig. Die Ärzte kontrollieren die korrekte Position der Endoprothese in meiner Wirbelsäule. Wenn die Rückenwirbel L5 und L4 auch korrekt mit der künstlichen Bandscheibe aus Titan verwachsen sind, dann ist alles okay, und der Heilungsprozess ist abgeschlossen.
Es ist kurz nach 8 Uhr als ich mich auf den Weg mache. Auf nach Sahlenburg bei Cuxhaven. Ein grauer Morgen erwartet mich. Die Strassen sind feucht und dunkel. Leichter Nieselregen erschwert die Sicht. Dazu kommt noch die Gischt der vor mir fahrenden Autos. Ganz allmälig wird es heller. Kaum war ich auf der Autobahn mahnt mich das Navigationssystem die Autobahn in Lauenau schon wieder zu verlassen.
Unfallstelle zwischen Lauenau und Bad Nenndorf mit 4 km Stau. – Die Fahrt fängt ja toll an. Also der U9 folgen und in Bad Nenndorf geht es wieder auf die Autobahn. Bis Hannover dichte Verkehrslage, und dort auch kräftiger Regen. Am Flughafen Hannover vorbei geht es weiter Richtung Norden bis zum Kreuz Walsrode. Auch hier sehr viel Verkehr um diese Zeit. Der Regen hat hinter Hannover wieder nachgelassen. Aber ganz viel Gischt durch die Fahrzeuge.
Am Kreuz Walsrode geht es nun Richtung Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven. Hier ist viel weniger Verkehr, und hinter Bremen ist die Strasse völlig trocken. Je weiter ich in Richtung Norden unterwegs bin, umso besser wird das Wetter. Um 12:18 Uhr betrete ich die Ambulanz des Helios Seehospital in Sahlenburg. Drei Pausen habe ich eingelegt auf dem Weg. In meinem Rücken verspüre ich einen ganz leichten, kaum wahrnehmbaren Schmerz. Die Dame im Empfang schickt mich zum Röntgen. Die Großbaustelle scheint in den vergangenen drei Monaten kaum voran gekommen zu sein.
Vom Röntgen zurück bin ich um 13:00 Uhr beim Arzt. Er wirft einen Blick auf die Aufnahmen meiner Wirbelsäule, und fragt nach meinem Zustand. Das Gespräch dauert eine Weile. Zum Ende werde ich in sechs Monaten noch einmal hergebeten.
Also verabschiedet man sich mit den typischen Grußfloskeln und ich mache mich auf den Weg zu den Fischhallen. Wenn ich schon hier oben bin, werde ich ein wenig Frischfisch und auch ein Stück geräucherten Fisch für meine Mutter mitbringen. Auf zur Niedersachsenstrasse in die Halle X zum Seefischgroßhandel G.F. Wendt GmbH. Eine Schillerlocke und ein Stück geräucherter Heilbutt und dazu vier ganz frische Pangasius-Filets.
Mit dieser Fracht mache ich mich auf den Weg nach Hause. Schnell noch etwas Diesel für die Rückreise fassen, und schon fahre ich wieder Richtung Weserbergland. Gegen 15:30 Uhr, ich bin schon wieder hinter Bremen und befinde mich kurz vor Walsrode, bemerke ich das es bereits sehr trübe ist. Etwas diesig. Es beginnt zu nieseln. Ganz toll. Die letzte gute Stunde ist sehr viel Verkehr. Besonders auf die letzten Kilometer ab Hannover Herrenhausen in Richtung Dortmund. In Bad Nenndorf fahre ich ab. Der Verkehrsfunk berichtet von einem langen Stau bei Rehren. Die letzten Kilometer geht es nun in aller Ruhe über die Landstrasse nach Hause.
Um 17:20 Uhr bin ich wieder daheim. Kaum Schmerzen, ein wenig beim Sitzen, aber sonst alles okay, – 3 Monate nach meiner Operation. Mit der künstlichen Bandscheibe aus Titan in meiner Wirbelsäule. Wenn es allein so bliebe, wäre die Operation ein voller Erfolg gewesen.
Wenn es noch ein wenig besser wird in den kommenden Wochen und Monaten, – dann wäre das vor Freude kaum auszuhalten. Nun bleibt mir nur noch die Aufgabe den Fisch zu zu bereiten und ein leckeres und leichtes Abendessen zu machen. Ich grille das Pangasiusfilet, dazu gibt es Kartoffelrösti und Gemüse.



























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