Wieder einmal ein Rezept. Dadurch das es ganz langsam täglich ein klein wenig besser geht, habe ich auch wieder mehr Antrieb etwas schönes zu kochen, und auch wieder einmal etwas Neues auszuprobieren. Als ich im Helios Seehospital in Sahlenburg nach meiner Bandscheibenprothesen-Operation im Bett lag, kam mir der Einfall zu diesem Rezept.
Schweinerouladen mit Rosenkohl und Champignons dazu Kartoffelrösti
Seit etwa einem Jahr experimentiere ich bei der Fleischzubereitung immer wieder einmal mit der Niedertemperatur Zubereitung. Auch in diesem Rezept werden die Schweinerouladen so zubereitet.
Zutaten für vier Portionen:
- 4 Schweinerouladen (ca. 800 g) alternativ gehen auch dünne Schweinenackensteaks
- 200 g Brunch Streichkäse Paprika Peperoni
- 1 Zwiebel
- Raps-, Distel-, Sonnenblumen- oder Olivenöl
- 100 g Hirtenkäse (Feta)
- 1 Netz Rosenkohl (ca. 500 g)
- 2 Becher Schmand (je 200 g)
- 900 – 1000 g Tiefkühl Kartoffelrösti
- 4 EL Tomatenmark
- ½ TL Rote Currypaste
- 100 ml Gemüsebrühe
- 100 ml Weißwein
- 200 g Champignons
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| Bildquelle: WMF Artikel 06 0846 6030 |
Außerdem wird ein Bratenthermometer zur Messung der Kerntemperatur benötigt. (z.B. von WMF)
Manche modernen Backöfen besitzen heute bereits ein integriertes Bratenthermometer mit digitaler Anzeige in den Bedienelementen.
Die Zubereitung:
Wir beginnen mit den Rouladen. Die Zwiebel wird in kleine Würfel geschnitten und mit 1 EL Pflanzenöl leicht glasig angeschwitzt. Der Hirtenkäse wird ebenfalls in kleine Würfel geschnitten. Nun werden die Schweinerouladen leicht gesalzen und mit Pfeffer gewürzt. Ca. 3 TL vom Brunch Paprika Peperoni werden jetzt auf die Roulade verteilt. Ein wenig von den glasierten Zwiebelwürfel sowie gewürfelten Hirtenkäse bilden die Füllung. Die Seiten der Roulade reinschlagen und aufrollen. Je Roulade halten drei Zahnstocher die Rolle zusammen.
Wie bereits erwähnt, wollen wir die Rouladen mit niedriger Temperatur garen. Dadurch hat man nicht so starke Verluste (Schrumpfung beim Braten), das Fleisch ist zart und saftig und schmeckt aus meiner Sicht auch deutlich besser. Da der Garvorgang aber durch die geringe Temperatur länger dauert, müssen wir uns zu aller erst mit den Rouladen beschäftigen.
In einer großen Pfanne wird etwas Pflanzenöl erhitzt, und die Rouladen von beiden Seiten etwa 3 Minuten angebraten. Danach die Rouladen aus der Pfanne nehmen und auf einen hitzebeständigen Teller legen. Nun wird das Bratenthermometer in eine der vier Schweinerouladen gesteckt. Dabei sollte der Spieß durch die Mitte der Roulade verlaufen, und die Temperaturskala später durch die Glasscheibe des Backofens gut sichtbar sein. Schweinefleisch ist bei einer Kerntemperatur von 85° Celsius komplett gar. Wer es etwas rosiger möchte zieht 10 – 15 ° Celsius ab.
Der Ofen wird nun auf 90° Celsius angeheizt. Bitte verlassen Sie sich nicht auf die aufgedruckte Temperatur Ihres Temperaturwählers sondern messen nach. Nun kommen die Rouladen in den Ofen. Nach etwa 90 – 120 Minuten sollte die Kerntemperatur 65° Celsius betragen. Garstufe a point = auf den Punkt. Mehr brauche ich nicht mehr zu sagen. Nicht verzweifeln wenn es beim ersten Versuch noch nicht so ganz nach Ihren Vorstellungen geworden ist. Jeder Ofen ist etwas anders. Daher ein wenig probieren. Rouladen herausnehmen und sofort in Aluminiumfolie einwickeln. 10 – 15 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit verteilt sich der Saft gleichmäßig im Fleisch und läuft beim Schneiden nicht so stark heraus.
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| Bildquelle: Fackelmann Artikel: 42491 |
Nun geht es weiter mit dem Rosenkohl. Nach dem Putzen wird er mit 100 ml Gemüsebrühe 35 Minuten gedämpft. Wer keinen Dämpftopf hat, kann auch einen Einsatz für normale Topfe verwenden. Die kosten nicht viele Geld, und man kann seine normalen Töpfe zum Dünsten verwenden.
Für die Zubereitung der Soße geben wir die beiden Becher Schmand in einen kleinen Topf, fügen den vom Füllen der Rouladen übrig gebliebenen Brunch hinzu, 4 EL Tomatenmark, ½ TL Currypaste, die verbliebene Gemüsebrühe vom Dünsten sowie die 100 ml Weißwein werden ebenfalls noch hinzu gefügt. Das ganze ein wenig aufkochen lassen und nach Bedarf mit Soßenbinder andicken.
Die große Pfanne mit dem verbliebenen Pflanzenöl auf mittlere Hitze anheizen, den gedünsteten Rosenkohl kurz im Öl leicht anbraten, sowie die Champignons darin anbraten. Beides kommt nun in die Soße.
Zu guter Letzt die Rösti nach Packungsanleitung zubereiten.
Guten Appetit.
Sie haben auch einen schönen Rezeptvorschlag? Dann schreiben Sie mir. Vielleicht stelle ich schon bald auch Ihr Rezept hier vor. Sie möchten selbst Rezeptvorschläge hier erstellen? Dann schreiben Sie mir. Ich richte Ihnen einen Zugang mit Berechtigung ein, und dann können Sie auch schon loslegen.




























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