Ich hatte das Thema bereits einmal aufgegriffen, doch am Samstag früh erhielt ich eine Email-Anfrage.
…wie ich denn die Schmerzen bewältigen würde…
Ein Mann mit sehr ähnlicher Krankengeschichte war auf der Suche nach Erfahrungen mit einem Schmerzmittel. Durch eine Internetsuchmaschine war er auf meinen Beitrag “Leben mit Schmerzen” gestoßen. Es gibt leider nicht den einen goldenen Weg mit Schmerzen zu leben oder klar zu kommen. Was dem einen hilft bewirkt bei einem anderen unter Umständen gar nichts. Ich selbst stehe außerdem noch immer auf dem Standpunkt, dass zu aller erst die Ursache der Schmerzen erforscht werden sollte, – und wenn möglich behandelt werden sollte. Denn sonst ist der Erfolg eher bescheiden.
Eigene Erfahrung
So war es auch bei mir selbst. Von November 2003 bis zum Januar 2004 war ich zur stationären Schmerztherapie im Schmerztherapie-Zentrum in Bad Mergentheim. Nach zwei Tagen der Medikation waren meine starken Rückenschmerzen in Verbindung mit den Schmerzen in rechten Bein verschwunden. Nach vier Wochen wurden die Schmerzmittel Schritt für Schritt verringert. Ich blieb schmerzfrei. – Zumindest sechs Monate. Dann ging alles wieder von vorne los.
Neuer Bandscheibenvorfall
Nach meiner Bandscheiben Operation in Magdeburg wurde mir der Blinddarm operativ entfernt. Dabei muss es zu einem erneuten Bandscheibenvorfall gekommen sein. Dieser Prolaps wurde aber von mehreren “Experten” sowohl auf CT- und auch MRT-Bildern nicht diagnostiziert. Darum mussten ja die Schmerzen zurückkehren. Der Vorfall war der Auslöser. Im Juni diesen Jahres fuhr ich mit den Aufnahmen aus dem Jahre 2003 zur Wirbelsäulen Ambulanz zum Helios Seehospital Sahlenburg. Dort erkannte der Chefarzt Dr. M. sofort, dass dort ganz sicherlich die Ursache für meine Schmerzen zu suchen sei.
Ursache diagnostizieren
Darum mein Rat an alle Schmerzpatienten. Zuerst alle diagnostischen Maßnahmen ausschöpfen um die Ursache zu finden und wenn möglich abzustellen. Danach ist die Chance auf Schmerzfreiheit gegeben. Sollte sich der Schmerz chronifiziert haben über eine Schmerztherapie nachdenken. Nur so haben Sie eine reelle Chance, dass die Schmerztherapie auch von Erfolg gekrönt ist.
Wie bewältigt man den Schmerz
Beschäftigen Sie sich trotz der Schmerzen mit verschiedenen Aufgaben. Bei dem einen hilft es ein Buch zu lesen, der andere wird durch das Fernsehen abgelenkt. Sehen Sie zu, dass Sie bei der Aufgabe “gefordert” werden. So ist die “Ablenkung” intensiver und Ihr Gehirn hat mehr Arbeit mit der Aufgabe als mit der Verarbeitung der Schmerzimpulse. Mir haben dabei immer spannende Kundenprojekte im Bereich des Grafikdesign für Druck und Internet geholfen, der Unterricht zu interessanten Themenbereichen und natürlich auch EDV-Projekte die auf Datenbanken beruhen. (Warenwirtschaft, Webshop, Content Management Systeme, Newsletter-Systeme usw.) Zu guter Letzt will ich das Kochen nicht unerwähnt lassen. Nichts hat mich mehr abgelenkt, als der Einkauf der Zutaten und die Zubereitung eines guten und leckerem Essen für Jasmin und mich. Darum entstand auch hier die Kategorie Rezepte.
Was im konkreten Fall bei Ihnen hilfreich ist, kann ich natürlich nicht voraussagen. Probieren Sie es ganz einfach aus. Ganz ohne Schmerzmittel geht es in den meisten Fällen nicht. Auch hier gilt, – was bei dem einen hilft, schlägt beim anderen gar nicht an. Außerdem werden Sie ganz sicherlich feststellen, dass mit der Zeit die Dosierung zunehmend erhöht werden muss.
Der Körper “gewöhnt” sich an die Medis
Achten Sie auch auf die Verträglichkeit. Wenn das Schmerzmittel nur einigermaßen hilft, dafür aber Magen- oder Darmprobleme verursacht, sollte man nach einer besseren Alternative suchen. Beschäftigen Sie sich trotz der Schmerzen mit Balsam für die Seele. Überwinden Sie sich und gehen wenigstens ab und zu Ihrer Lieblingsbeschäftigung nach.
Trotzdem wird es Tage geben, an denen nichts mehr geht! Auch das gehört dazu. Sie sehen schon, es gibt ganz viele Wege den Schmerz zu bewältigen. Nicht hilflos hinsetzen und auf Hilfe warten, – sie wird nicht kommen.
Selbst aktiv daran arbeiten mit den Schmerzen zu leben. Das ist der Weg. Wenn Sie einen guten Weg gefunden haben, würde ich mich über einen detaillierten Kommentar oder einen Gastbeitrag sehr freuen. – Damit die Schmerzpatienten nicht die Hoffnung verlieren. Über diesen Punkt habe ich bisher nämlich noch nicht geschrieben. Die phsychische Belastung sowie den Gemütszustand eines Schmerzpatienten.
Dazu vielleicht später einmal etwas.


























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