Nun ist sie vorbei, – endlich – es ist ein Graus!
Nun muss ich hier einfach einmal ganz klar sagen: Am 12. September 2007 war die Operation im Bereich L5 S1. Das Bandscheibengewebe wurde komplett entfernt, das Narbengewebe der minimalinversiven Bandscheiben-Operation aus dem Jahre 2001 an der Nervenwurzel wurde ebenfalls entfernt und eine Bandscheibenendoprothese wurde implantiert. Durch diese künstliche Bandscheibe wurde der natürliche Abstand der Lendenwirbelkörper wieder hergestellt.
Ich kann ganz wunderbar stehen und gehen, ich kann sitzen und bedingt auch unter Tage liegen, aber wenn ich Abends zur Thromboseprophylaxe das Clexane gespritzt habe, und ca. 2 – 3 Stunden später zu Bett gehe, beginnen die Qualen. Beide Beine schmerzen einfach unerträglich. An Schlaf ist nur in Etappen zu denken.
Gegen 21:00 Uhr löse ich schon eine Aspirin Plus C in Wasser auf, nehme zusätzlich eine Dolormin GS, eine Voltaren Dolo sowie eine Spalt mobil gegen die Schmerzen! Eigentlich war mein Ziel, durch die Operation keine Schmerzmittel mehr nehmen zu müssen. Zur Zeit bin ich von diesem Ziel allerdings noch weit entfernt.
In der vergangenen Nacht bin ich das erste Mal gegen 1:23 Uhr wach. Gerade einmal zwei Stunden Schlaf liegen hinter mir. Die Schmerzen sind wirklich nicht zu ertragen. Ich stehe also auf und gehe etwas in der dunklen Wohnung umher. Draußen ist es sternenklar, – nicht eine Wolke ist am Himmel. Leichter Nebel macht sich in Klein Berkel breit. Eine Katze streift über den Bürgersteig der gegenüberliegenden Straßenseite auf der Talstrasse. Nach etwa 10 Minuten Bewegung sind die Schmerzen wie ausgeschaltet. Also zurück ins Bett.
Um 3:18 Uhr werde ich erneut wach. ES GEHT NICHT! – Schmerzen in beiden Beinen. Also wieder hoch, wieder durch die dunkle Wohnung tapern. Draußen das gleiche Bild wie vor etwa zwei Stunden. Nur die Katze ist weiter gezogen.
Niemand ist zu dieser Zeit unterwegs. Unter Tage fahren beinahe ständig Fahrzeuge die Talstrasse entlang, – um diese Zeit könnte man auf der Strasse Ball spielen. Nach etwa 20 Minuten Bewegung gehe ich wieder zu Bett. Hinlegen, nach zwei Minuten auf die Seite legen und schon bin ich wieder eingeschlafen.
Nächster STOP ist 4:40 Uhr.
Früher bin ich um diese Zeit aufgestanden. Jahrelang zur Frühschicht war das meine Weckzeit. Später als ich bei der Grütter-Gruppe in Empelde die Leitung des Qualitäts- & Colormanagement inne hatte, war das ebenfalls meine Zeit zum aufstehen.
Also wieder hoch. Die Blase möchte nun ebenfalls geleert werden. Zum wach bleiben ist es aber deutlich zu früh. Also laufe ich wieder durch die Wohnung die noch immer im Dunklen liegt. Im Wohnzimmer scheint genügend Licht durch die Straßenlaternen hinein. Das gleiche Bild, – nach ein wenig Bewegung sind die Schmerzen nahezu blitzartig verschwunden.
Um 4:58 Uhr liege ich wieder im Bett und schlafe auch tatsächlich unverzüglich wieder ein. Die letzte Schlafetappe zieht sich bis 6:36 Uhr hin. Jetzt habe ich aber wirklich genug. Als ich leise aufstehen möchte, meldet sich Jasmin, auch sie ist schon wach. Also gibt es den “Guten Morgen”-Kuss, ich mache uns einen Kaffee, hole die regionale Tageszeitung aus der Zeitungsbox und wieder ist so eine scheußliche Nacht vorbei und Geschichte.
Ich hoffe an dieser Stelle wirklich inständig, dass sich dieser Zustand im Laufe des Genesungsprozesses noch merklich bessert. Der nun kommende Tag kann nur besser werden. Gegen 9:00 Uhr verlasse ich das Haus in Richtung Hausarzt. Die Blutwerte der Kontrolle vom Dienstag sollten vorliegen und vielleicht hat er einen Tipp wegen der Schmerzen.


























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