![]() |
Nun ist er also gekommen. Tag der Wahrheit. Es gibt kein zurück mehr. Die modische Kleidung, – für den heutigen Tag durchaus angemessen -, OP-Hemd, Thrombosestrümpfe und Leinenlaken, – hatte mir die Schwester bereits gestern Abend “überreicht”.
Tag der Operation
Die Nacht verlief auf Grund von Beruhigungs- und Schlaftablette störungsfrei. Ich gehe also noch einmal zur Toilette. Um 8:00 Uhr nehme ich die “Vorbereitungstabletten” mit einer kleinen Menge Mineralwasser. Mehr ist nicht erlaubt.
Dennis, – der Zivi der Station verteilt das Frühstück. Wir scherzen noch. Er würde mir ja auch ein Frühstück bringen, – allerdings nur wenn ich die “Schweinerei” die ich dann im Operationssaal verursachen würde, auch wieder entfernen würde.
Diese Vorbereitungsmedikamente sind die sogenannten “ScheißegalleckmichamArsch”-Tabletten. Man wird ganz ruhig und nimmt die Welt um einen herum nicht mehr wirklich klar war. Frank betritt mit der Schwester das Zimmer. Ein “Neuer”. Auf das das Zimmer voll werden wird. Er gibt mir die Hand und stellt sich vor, – doch die Tabletten wirken schon. Das ist alles ja so weit weg.
Wie ich aus dem Zimmer geholt worden bin, welcher Weg dann eingeschlagen worden ist, wie ich in den Operationsbereich eingeschleust worden bin, – all das habe ich verschlafen. Als ich erwache bin ich im Vorraum des OPs. Eine Narkoseschwester spricht mich an.
Stau im OP.
![]() |
Es geht noch nicht los. Leichte Verzögerung. Wir sprechen über Hameln und das sie seit einiger Zeit ein Wohnmobil besitzt. Mir ihrem Mann ist sie nun auf der Suche nach schönen Zielen. Da kommt auch der Chef der Anästhesie Dr. B. ebenfalls zu mir. Ich hatte mich gestern im Vorgespräch sehr nett mit ihm unterhalten. Eine Runde Skat könnte man noch spielen um die Wartezeit zu überbrücken.
“Ja haben sie denn die Karten nicht in der Tasche Herr Müller” fragt er mich.
Doch nun geht es los. Es gibt die Narkose. Von vier soll ich doch bitte runterzählen.
4 – 3 … An mehr kann ich mich wirklich nicht erinnern.
Als ich wieder erwache liege ich bereits wieder auf Zimmer 4 auf der Station 1. Es ist 17:30 Uhr. Ein Arzt steht am Fußende meines Betts und möchte, dass ich die Füße bewege. Ich werde ihn noch häufiger sehen in den nächsten Stunden. Immer wieder kommt er zur Kontrolle an mein Bett. – Doch ich bin noch so müde! Ich will schlafen.
Da geht die Zimmertür auf, und das Abendbrot wird gebracht. Ich bekomme einen Schnabelbecher mit Früchtetee sowie eine Scheibe Graubrot mit Wurst belegt, und in kleine mundgerechte Stücke geschnitten.
Es gibt schon wieder etwas zu essen!
Langsam werde ich immer klarer im Kopf und nehme meine Umwelt wieder bewusst wahr. Es ist gegen 19:30 Uhr als das Telefon am Bett klingelt. Ganz vorsichtig versuche ich den Hörer zu erreichen. Jasmin ruft an, und fragt nach dem “Rechten”. Mir geht es ganz gut, die Stimme ist noch etwas rauh vom Beatmungsschlauch. Das wird sich aber in den nächsten Stunden ganz sicherlich noch bessern. Das Gespräch dauert nicht sehr lang. Ich bin doch noch müde. Zuhause weiß man nun Bescheid, dass die Operation überstanden ist. Irgendwie vergeht der Abend, – ich weiß nicht mehr so genau wie. Habe wohl doch die meiste Zeit verschlafen.
In der Nacht werde ich immer wieder von einem Arzt geweckt. Er kontrolliert die Funktionalität der Beine, Füße und Zehen. Ich schlafe immer wieder ganz schnell wieder ein.




























![Validate my RSS feed [Valid RSS]](http://www.lws-blog.de/images/valid-rss.png)
