Drei Wochen sind seit meinem 2. Termin in der Wirbelsäulen-Ambulanz des Helios Seehospital Sahlenburg vergangen. Der Chefarzt hatte meine Entscheidung für oder wider einer Operation für den morgigen Tag erbeten. Wie oft hatte ich mir dazu Gedanken gemacht. Wie oft habe ich mich an die Worte von Dr. M. am 13. Juli 2007 erinnert. Gefahren – ganz natürlich bei einer Operation. Aufklärung des Patienten ist sehr wichtig.
Keine leichte Entscheidung!
Meine Situation in den vergangenen Wochen, – ja Monaten war allerdings alles andere als leicht. Immer wieder beutelten mich starke Schmerzen. Immer wieder war es mir kaum möglich den Alltag zu bewältigen. Die Aufträge bei Kunden, gerade die Software- bzw. Workflow-Schulungen, waren nur sehr schwer überhaupt zu realisieren. Die Schmerzen drücken auf das Gemüt, meine Art und Weise ein Training abzuhalten war wirklich nicht optimal.
Ich habe die Wahl – wirklich?
Natürlich wurden mir drei mögliche Szenarien aufgezeigt. Doch in der Realität blieben eigentlich nur zwei übrig. Die Wirbelversteifung – so viele Rückenspezialisten hatten mir davon abgeraten, war also nicht die optimale Option. Alle sagten, dass in meinem Alter diese Möglichkeit noch nicht in Betracht zu ziehen sei. Später könne man das ins Auge fassen. Also bleibt nur die Implantation der Endoprothese übrig. Die dritte Variante – nichts zu unternehmen – das war in der Praxis nicht mehr zu regeln.
Lebensqualität zurück erhalten
Das war die Aussage von Dr. M. die sich in mein Gehirn gebrannt hatte. Mit der Prothese sollte ich wieder Lebensqualität erhalten. Meine Mobilität und auch meine Beweglichkeit ganz ohne Schmerzen sollte zurück kehren. Nach unzähligen Entscheidungen sowohl für die Operation, als auch dagegen, war es heute an der Zeit eine endgültige Entscheidung zu treffen.
Ich nehme die Chance an!
Gegen 14:00 Uhr sitze ich also am Computer und schreibe eine Email an den Chefarzt. Während ich die Worte schreibe kommen wieder diese Zweifel, ob es denn wohl die “richtige” Entscheidung ist. Doch jetzt muss eine Entscheidung fallen. Und so teile ich ihm mit, dass ich mich für die Endoprothese entschieden habe, und er meine Operation bitte in der 37. KW einplanen möchte.
Sekt oder Selters
Es gibt nur zwei Möglichkeiten, entweder alles wird gut, – davon gehe ich jetzt einmal aus, oder die Hoffnung erfüllt sich nicht. Dann habe ich es aber wenigstens versucht. Nachdem ich die Email abgeschickt habe kehrt innere Ruhe bei mir ein. Die Entscheidung ist getroffen. Jetzt setze ich alle Hoffnungen auf diese Technik. Eine Prothese die meine zerschliessene Bandscheibe ersetzen wird. Vollkommen aus Titan und in alle Richtungen beweglich. Fünf Wochen muss ich noch überstehen, dann beginnt ein neues Kapitel in meinem Leben.
Hoffentlich schmerzfrei.


























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